Nein zu Stuttgart 21
Die zehn wichtigsten Argumente.
Ist Stuttgart 21 ein Bahnprojekt?.
Wird die Region Stuttgart abgehängt?.
Bringt Stuttgart 21 Vorteile für den Nahverkehr?.
Ist Stuttgart 21 kundenfreundlich?.
Die Kostenlüge.
Die Zerstörung der Stadt.
Die politische Kultur.
Konjunkturprogramm und Arbeitsplätze.
Das Stuttgart 21-Kartell.
"Hände weg von unserem Bahnhof" - Eindrücke von der Menschenkette am 11.10.2008
8000 Teilnehmer bei der Menschenkette vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof
Bei der Großdemonstration am Samstagnachmittag 11. Oktober 2008 vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof nahmen über 8000 Bürger aus Stuttgart und der Region teil. In Form einer Menschenkette stellten sie sich U-förmig insgesamt über 1,2 Kilometer entlang der Hauptfassade, der zwei Seitenflügel und einem Teil des Gleisvorfeldes des Hauptbahnhofes. Aufgrund des großen Andranges der Demonstranten standen mehreren Reihen hintereinander und bildeten ein symbolisches Schutzschild gehen den drohenden Teilabriss bei Verwirklichung von Stuttgart 21. Das Motto lautete: Hände weg von unserem Bahnhof.
Um 15 Uhr wurde eine Luftballon-La-ola-Welle von 2500 Luftballons gestartet mit daran befestigten Protestpostkarten an Ministerpräsident Oettinger. Die Forderung darauf lautet: "Stoppen Sie endlich Stuttgart 21". Anhand der verteilten Luftballons konnte die Teilnehmerzahl relativ genau ermittelt werden, denn pro Luftballon kamen über 3 Demonstranten.
Der Veranstalter das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 war überrascht über den enormen Zulauf der Veranstaltung. Im Vorfeld habe man mit ca. 2500 Teilnehmern gerechnet. "Stuttgart 21 kommt an zwei Zahlen nicht mehr vorbei: 61193 Unterschriften im Rahmen den Bürgerbegehrens und 8000 Bürger, die sich schützend vor den Kopfbahnhof gestellt haben", sagte Gangolf Stocker von der Initiative Leben in Stuttgart - Kein Stuttgart 21. Stocker weiter: "Der öffentliche Druck ist inzwischen so groß, dass das Prestigeprojekt politisch nicht mehr haltbar ist."
Bei der anschließenden Kundgebung wies der Kunsthistoriker Dr. Matthias Roser darauf hin, dass es in Stuttgart das Neue Schloss, die Markthalle und das Wilhelma Theater heute nicht mehr gäbe, wenn sich die Bürger damals nicht gewehrt hätten. "Widerstand gegen Stuttgart 21 lohne sich also," so Roser.
Die Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Dr. Brigitte Dahlbender sagte: "Stuttgart 21 heißt Geld in Stuttgart zu vergraben, so dass die anderen Regionen im Land leer ausgehen. Wir wollen einen modernen Bahnhof, wir wollen die Neubaustrecke Stuttgart - Ulm. Wir fordern die Landesregierung auf umzudenken und einen modernen Kopfbahnhof mit einer intelligenten Verknüpfung des Schienenfern- und Regionalverkehrs für ein Viertel der Kosten umzusetzen."
"Stuttgart 21 beschädigt den Grundcharakter bzw. die Seele der Landeshauptstadt, dies umfasst die sichtbare, geistig-gedankliche, klimatische Öffnung des Talkessel in das Neckartal bzw. in die große, freie Welt", stellte der bekannte Stuttgarter Architekt Prof. Roland Ostertag fest. Ostertag forderte die Stuttgarter Bürger auf, die Bayern zum Vorbild zu nehmen und Stuttgart 21 ähnlich wie den Transrapid zu kippen.
Werner Wölfle, Fraktionschef der Grünen im Stuttgarter Gemeinderat redete Oberbürgermeister Schuster und Ministerpräsident Oettinger ins Gewissen, sich nicht länger hinter der Aussage zu verschanzen, dass nur noch die Bahn es in der Hand habe, ob Stuttgart 21 gebaut wird oder nicht. Wölfe sagte: "Nicht die Bahn, sondern Stadt und Land zahlen am meisten und es heißt: wer zahlt, schafft an bzw. bestimmt."






