Sie sind hier: Presse > 
7.9.2010 : 13:03 : +0200

Presse

Aktuelles:

06.09.10 18:30

Bagger steht nicht still

Das von der Bevölkerung und dem Aktionsbündnis zu Recht erwartete Zeichen eines Abriss-Stopps ist ausgeblieben. Damit fehlt für das Aktionsbündnis die Grundlage für ein ernst gemeintes, ergebnisoffenes Gespräch zwischen Projektpartnern und Gegnern...


02.09.10 17:42

Aus der Stadt verabschiedet

In einer von OB Schuster angesetzten Besprechung appellierten die Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Werner Wölfle, und SÖS/Linke, Hannes Rockenbauch, in aller Eindringlichkeit an OB Schuster und ihre Fraktionskollegen von CDU, SPD,...


02.09.10 14:17

S-Bahn-Baustellenfahrplan wird zum Dauerärgernis

Verkehrsclub fordert Entschuldigung und angemessene Entschädigung der Fahrgäste


01.09.10 15:00

Bund will Finanzierungvereinbarung zur Neubaustrecke aufschnüren

Kretschmann: Schon jetzt kein Geld mehr da - Droht jetzt weitere Kannibalisierung wichtiger Bahnprojekte?


Gesamtansicht

16.12.2009 12:58 Alter: 265 Tage

BUND hat Emnid mit Umfrage beauftragt

Von: BUND

58 Prozent der Baden-Württemberger wollen Ausstieg aus Stuttgart 21

Trotz höherer Kosten feiern die politisch Verantwortlichen Stuttgart 21 als Gewinn für das ganze Land. Doch was sagt das Land dazu?

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband
Baden-Württemberg, hat nachfragen lassen und das renommierte Meinungsforschungsinstitut Emnid eine Woche vor Veröffentlichung der neuen Kostenkalkulation mit einer repräsentativen Umfrage beauftragt. Ergebnis: 58 % der 1000 Befragten sind für einen Ausstieg des Landes aus dem Prestigeprojekt, wenn die Baukosten auf über 4 Milliarden Euro ansteigen sollten.

BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender bilanziert: "Die meisten der Baden-Württemberger sind gegen Stuttgart 21. Sie plädieren für einen Ausstieg aus dem Prestigeobjekt, weil sie die aufgetischte Kostenlüge durchschauen und ahnen, dass das Projekt auch für 4,1 Milliarden Euro nicht zu realisieren sein wird." Dahlbender betont: "Die Landesregierung, die Landtagsfraktionen von CDU, SPD und FDP haben sich vom Wählerwillen ganz weit entfernt. Wir fordern das Land deshalb auf: Ziehen sie die Notbremse bei Stuttgart 21. Schaffen Sie lieber Zugverbindungen für Millionen Baden-Württemberger statt den Stuttgarter Hauptbahnhof für Milliarden Euro zu vergraben."

"Das Projekt Stuttgart 21 droht deutlich teurer als geplant zu werden. In Kürze wird eine neue Baukostenrechnung der Deutschen Bahn veröffentlicht werden. Soll das Land Baden-Württemberg aus der Mitfinanzierung des Projekts aussteigen, wenn die Baukosten, die noch vor einem Jahr auf etwa 3 Milliarden Euro geschätzt wurden, auf über 4 Milliarden Euro ansteigen?", so lautete die Frage, die Emnid im Zeitraum vom 2.12. bis zum 14.12.2009 den 1000 Baden-Württembergern telefonisch stellte.

58 % der Befragten antworteten mit "ja", nur 38 % mit einem "nein". 4 % hatten zu der Frage keine Meinung.

Auffallend ist, dass fast alle Bevölkerungsgruppen für einen Ausstieg des Landes aus dem Prestigeprojekt Stuttgart 21 plädieren. Auch die so genannten Leistungsträger der Gesellschaft, die überdurchschnittlich Gebildeten bzw. hoch Verdienenden, lehnen mit 58 % bzw. 57 % das Projekt ab. Nur 37 % bzw. 41 % dieser Bevölkerungsgruppen wollen am Projekt festhalten.

Nur die Bevölkerungsgruppen der Schüler und der Geringstverdienenden begrüßen mit 50 % bzw. 56 % das Projekt Stuttgart 21.

Dahlbender: "Die Bevölkerung begreift mehr, als der Landesregierung recht sein kann - dass nämlich Landespolitik mehr sein muss als nur die Realisierung eines Prestigeobjekts, durch das sich die Fahrzeiten nur minimal verringern. Wir begreifen das Ergebnis der Umfrage auch als Appell an die Landesregierung, den denkmalgeschützten Kopfbahnhof kostengünstig zu modernisieren, den regionalen Schienenverkehr auszubauen und den Ausbau der Rheintal, Süd- und Gäubahn sowie weitere regionale Schienenprojekte viel stärker als bisher zu unterstützen."

Download der Umfrage unter: www.bund-bawue.de