Sternstein, Tatort und Kuhn, Bürgerbegehren im Gemeinderat

Liebe Freundinnen und Freunde,

es gibt Urteile, die formal eine Niederlage, in der Sache aber eigentlich
ein Erfolg sind, wie das Urteil des VGH zum 2. Bürgerbegehren, dass die
Möglichkeiten der Berufung beim Bundesverwaltungsgericht und damit die
Chance einer grundsätzlichen Klärung der Vereinbarkeit der Mischfinanzierung
von S21 mit dem Grundgesetzt eröffnet. Wie ist es mit dem Freispruch
Wolfgang Sternsteins durch das Landgericht Stuttgart wenige Stunden vor
Beginn der 276. Montagsdemo?

Wenn ein beharrlichen Gegner von S21 und prominenter Protagonisten des
zivilen Ungehorsams vom Vorwurf der nötigenden Sitzblockade, so das Urteil
des Amtsgerichts Stuttgart, freigesprochen wird, dann ist das eine
überraschende, auch moralische Neubewertung des zivilen Widerstands gegen
ein absurdes Projekt. Aber was ist es noch?

Hier zunächst Anmerkungen von Eisenhart von Loeper, dem Anwalt Sternsteins,
der die mündliche Begründung des Freispruchs durch den Vorsitzenden Richter
Skujat einordnet:

„Die Strafvorschrift der Nötigung setzt voraus, dass „rechtswidrige Gewalt“
ausgeübt wird, die aber nur dann (nach Absatz 2 der Vorschrift)
„rechtswidrig“ ist, wenn sie „zu dem angestrebten Zweck als verwerflich
anzusehen ist“.

Das Gericht hatte zur Prüfung dieser Frage etliche Polizeibeamte und
natürlich Wolfgang Sternstein zum Ablauf der Sitzblockaden genau befragt und
hat den Freispruch darauf gestützt, dass das Tatverhalten nicht
„verwerflich“ einzustufen sei. Dabei spielten die Motive des Angeklagten,
seine Biografie und die Missstände, gegen die er sich auflehnt“ (s. hierzu
die bemerkenswerte Rede Sternsteins vor Gericht/Anlage), „eine wesentliche
Rolle, ebenso – fußend auf einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
von 2011 –  die näheren Umstände der Sitzblockaden, deren Dauer und
Ausgestaltung an einem symbolträchtigen Ort, das Wie des Ablaufs ebenso wie
die Tatsache etwa, dass nach dem Einschreiten der Polizei am selben Tag
nicht weitergemacht wurde.

Die Strafkammer ist damit nicht der von Wolfgang Sternstein eindringlich
kritisierten sog. Zweiten-Reihe-Rechtsprechung des Bundesgerichtshof
gefolgt, nach der die Verwerflichkeit indiziert wird aus der angewendeten
„Gewalt“, sondern sie hat  den unbestimmten  Begriff der Verwerflichkeit –
wie das Bundesverfassungsgericht – im Sinne der höherrangigen
Verfassungsnorm des Versammlungsrechts nach Artikel 8 Grundgesetz ausgelegt
und dabei der kommunikativen Botschaft der Blockierenden im Interesse der
Lebendigkeit der Demokratie hohe Bedeutung beigemessen.

Das Gericht hat zugleich betont, dass dies kein Freibrief für Sitzblockaden
sei. Als verwerflich gilt nur, was „sozialwidrig“ ist. Das Verständnis
darüber ist im Wandel. Der Richter hat selbst die „schwammige Vorschrift“
kritisiert, die weder für die Polizei noch für die Demonstranten
Rechtssicherheit schaffe und wie hier erst vier Jahre nach dem Vorgang
Klarheit schaffe, ob ein strafbares Verhalten vorlag oder nicht. Dabei sei
allerdings auch von der Polizei übersehen worden, dass das Grundrecht der
Versammlungsfreiheit zu beachten sei. Bei Kenntnis dessen hätte die Polizei,
so der Vorsitzende Richter, die Versammlung auflösen können. Bei Verstoß
dagegen hätten dann Sanktionen nach dem Versammlungsgesetz einschließlich
strafrechtlicher Maßnahmen ergriffen werden können. Nicht auszuschließen ist
also, dass der Konflikt dann auf solcher Ebene neu – und dann ggfs. ohne
Freispruch – neu entbrennt.“

Die von Wolfgang Sternstein gewünschte Richtervorlage an das BVerfG wegen
Verfassungsverstoßes des Nötigungsparagrafen in der BGH-Auslegung durch die
Zweite-Reihe-Rechtsprechung hat das Gericht nicht aufgegriffen, weil das
BVerfG zuletzt 2011 „austariert“ habe, wie die Vorschrift auszulegen sei und
die Chance für eine nochmalige Korrektur deshalb gering sei.

Das eine Ziel des Verfahrens, die Spielräume für zivilen Ungehorsam
perspektivisch durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu erweitern,
ist also erstmal nicht erreicht. Allerdings ist ein Berufungsfall
geschaffen, der hoffentlich Vorbild für andere Fälle sein wird.

Das zweite Anliegen des Verfahrens war, einen  „rechtfertigenden Notstand“
(§ 34 StGB) – der dem zivilen Ungehorsam gegen schweres Unrecht nahe kommt“
(v. Loeper) feststellen zu lassen, in dem die Blockaden Sternsteins in
Verhältnis zu dem Unrecht gestellt werden, die das Projekt Stuttgart 21
darstellt. Hierzu hatte Eisenhart von Loeper vier ausführliche Beweisanträge
gestellt und in diesem Zusammenhang die Ladung von Herrn Grube und Frau
Merkel gefordert. Die Lawine, die damit losgetreten worden wäre, umging das
Gericht quasi durch Sternsteins Freispruch.

Es bleibt also insoweit dabei: die Justiz kreist um den heißen Brei, schiebt
die Verantwortung von hü nach hott und traut sich nicht ran an die
Schlüsselfragen von Stuttgart 21.

In diese Hütchenspielerei passt auch das neuerliche Urteil des
Bundesverwaltungsgerichts zum inzwischen abgerissenen Haus Sängerstraße.
Irreführend erweckt die Bahn den Eindruck, alles sei in Butter, obwohl die
Verhandlung der wirklich heißen Eisen noch aussteht: „Wir freuen uns, dass
die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs zur Rechtmäßigkeit der
Planfeststellungsbeschlüsse höchstrichterlich bestätigt wurde“, sagte Peter
Sturm, Geschäftsführer der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH zu dem Beschluss
(AZ: BVerwG 3 B 5.15). Das ist irreführend.

Kuhn angefressen

Stuttgart ist Tatort von Stuttgart 21

Kerpen ist Michael Schumacher, Dresden wird immer mehr Pegida-Stadt und
Stuttgart ist inzwischen Stuttgart 21 – die Stadt, die ihr Gesicht verliert
und zum Tatort von Deutschlands dümmsten Großprojekt wird. Ein solcher
Reputationsschaden muss jeden OB und eigentlich alle Verantwortlichen von
IHK bis Gewerkschaftsspitzen elektrisieren. Was macht Kuhn?

Er versucht Stuttgart 21 den Makel des Korrupten zu nehmen: S21 sei „keine
Wiese für Heuschrecken .. der Eindruck, dass finanzstarke und korrupte
Investoren in Stuttgart den Immobilienmarkt bestimmen“, sei falsch.
www.stuttgart.de/item/show/273273/1/9/568783?plist=homepage

Stimmt: Die große Korruption, die von vielen Kriminologen und Mafiaexperten
längst mit Stuttgart 21 verbunden wird, ist (noch) nicht belegt. Bisher ist
keiner beim Rüberschieben von Schmiergeld erwischt worden. Der Betrug läuft
hier anders: Tief verfilzte politische und ökonomische Interessen haben es
bisher geschafft, ein völlig absurdes Projekt mit Manipulationen und
handfesten Lügen über die rechtliche, parlamentarische und mediale Hürden zu
hieven, eine Volksabstimmung auf erstunkener und erlogener
Geschäftsgrundlage inbegriffen. Dieser Eindruck von Lug und Trug dürfte der
Grund für Niki Stein gewesen sein, seinen brillanten Krimi vor der Stuttgart
21-Kulisse zu inszenieren.

Wer der Rufschädigung der Stadt entgegen wirken will, sollte sich mit ihren
Gründen befassen statt das Projekt reinzuwaschen und Flausen von
Bürgerbeteiligung zu verbreiten.

Zu Kuhns Tatort Kritik:

·        PM des Aktionsbündnisses

·        Tom Adler zu Kuhns Tatort-Kritik

·        Walter Sittler in SWR am Morgen danach

·       StZ vom 22. Juni: Fritz Kuhn wehrt sich gegen Krimi-Plott

Wer  den Tatort verpasst hat, kann ihn in der ARD-Mediathek (wegen Jugendschutz nur zw. 20 Uhr und 6 Uhr abrufbar) anschauen.

Musikalisches, Informatives und Aktives …

Infotisch transparente Bahnpreise

Freitag, 26. Juni, ab 16 Uhr Bahnhofshalle (Nische; ehem. Durchgang Gleis
13/14)

Mit der BahnCard 25, zu ergattern in Nutella-Gläsern, zu fünft für 44,25 EUR mit der DB (egal wie) an die Ostsee oder Nordsee fahren? Mit dieser
Billigheimerstrategie versucht die Bahn aus ihrer selbst verschuldeten Defensive gegenüber den Fernbussen rauszukommen und ruiniert damit zunehmend
Transparenz und Verlässlichkeit ihres Preissystems. Nie kann man sich sicher sein, ein günstiges Ticket zu erstehen. Schnäppchenjäger mit viel Zeit für
Surfen im Netz finden immer noch ein besseres, auch wenn es nur für ein paar Stunden zu haben ist.

Siehe hierzu auch WISO-Beitrag von 2014:
www.youtube.com/watch?v=5s9ERePAvWU. Nähere Infos und Beispiele zu erfragen
bei Andreas Kegreiß  AndiKeg@aol.com

Siehe auch:
www.bei-abriss-aufstand.de/2015/06/24/informations-aktion-absurde-fahrpreise-der-deutschen-bahn/

FRÜHSTÜCK gegen Stuttgart 21

am Sonntag, 28. Juni 2015, 11 bis 13 Uhr, Ecke
Nordbahnhofstraße/Otto-Umfrid-Straße

Das Nordbahnhofviertel ist extrem von Stuttgart 21 betroffen – sowohl beim Bau als auch nach seiner Fertigstellung:

• Zerstörung des Rosensteinparks

• Belastungen durch die zentrale Baulogistik

• Immobilienspekulation-Mieten explodieren

Eisenbahnerwohnungen zum dritten Mal weiterverkauft. Diesmal von der Südewo
an die Deutsche Annington. Bahn hält sich nicht an Planfeststellungen. Viele
Gründe für Protest von allen, nicht nur der unmittelbar Betroffenen!

s. a.:
http://www.parkschuetzer.de/assets/statements_neu/000/183/410/original/Fruehstueck2.pdf

Knapp:
Winter statt Stopper neuer (Co-)Fraktionsvorsitzender der Gemeinderatsgrünen

Während Jochen Stopper, wie übrigens auch Werner Wölfle und zeitweise Peter
Pätzold zu ihren besseren Zeiten Mitglieder des Aktionsbündnisses waren, ist
der neu gewählte Andreas Winter bei S21 ein unbeschriebenes Blatt. Was nichts heißen muss!?

Timo Kabel
483 Photos von Widerständigen

In einer Ausstellung zum Kirchentag hat Timo Kabel diese Portraitphotos
vorgestellt:

Köpfe für den Kopfbahnhof

Timo, mach weiter (und all die anderen Photographen), wir sind noch viel
mehr!

Meinungsmache der IHK – wie bei Stuttgart 21
Kakteen protestieren gegen TTIP Werbung in IHK-Mitgliederzeitung

„Nicht zum ersten Mal hat sich ein offizieller Vertreter der IHK in der
Mitgliederzeitschrift „Magazin Wirtschaft“ zu wirtschaftspolitischen
Positionen in eindeutiger, meinungsbildender Art und Weise geäußert – ohne
die Auffassung andersdenkender IHK-Mitglieder zu berücksichtigen oder nur zu
nennen. Mittlerweile sind sich die Autoren nicht einmal mehr zu schade,
Kritiker dabei herabzusetzen.

„Seit Monaten dürfen wir beobachten, wie das geplante Handelsabkommen
zwischen der EU und den USA (TTIP) zum Blitzableiter gesellschaftlicher
Ängste und Frustrationen wird.“ So und ähnlich geht der Geschäftsführer
International, Tassilo Zywietz, in seinem Editorial der aktuellen
Juni-Ausgabe des IHK-Mitgliedermagazins „Magazin Wirtschaft“ zur Sache –
ohne ein einziges Sachargument für TTiP anzuführen. Seiner Meinung nach sind
die Argumente der Gegner nur „Parolen“, die aus der „Mottenkiste“ geholt
werden, weiter unterstellt er allen Gegnern „Antiamerikanismus“ als Grund
für ihre Ablehnung.

Damit meint er folglich Menschen des gesellschaftlichen Lebens wie den
EKD-Ratsvorsitzenden, Bedford-Strohm, der sich noch letzte Woche auf dem
Kirchentag in Stuttgart gegen TTIP positioniert hatte, genauso wie
Unternehmer, beispielsweise den BVMW-Präsidenten Mario Ohoven, der sich als
Sprecher seines Verbandes vehement gegen die in TTIP vorgesehenen
Schiedsgerichtsverfahren äußert, sowie viele der eigenen IHK-Mitglieder, die
ebenfalls dem transatlantischen Handelsabkommen – zumindest in vielen Teilen
– kritisch gegenüberstehen.

Das Mitgliedermagazin ist nach eigener Bezeichnung als Service-Organ für die
rund 160.000 Mitglieder der IHK Region Stuttgart gedacht. Es stellt sich nun
für viele dieser Mitglieder die Frage, wie sich ihre Zwangsmitgliedschaft
und die dafür gezahlten Beiträge verträgt mit einem Magazin, das nur für
einen (sehr mächtigen) Teil der Unternehmer spricht und alle mit einer davon
abweichenden Meinung respektlos herabwürdigt. Hier wiederholt sich in
gewisser Weise wie bei Stuttgart 21 die Meinungsmache für eine Sache, die
bekanntermaßen ja vom Verwaltungsgericht Stuttgart gestoppt wurde!

Bei TTIP ist mittlerweile der Diskurs – erst angestoßen durch das
Bekanntwerden einiger Verhandlungspositionen – schon wesentlich weiter, als
Herr Zywietz das zulassen möchte. Mit wehenden Fahnen vertritt er daher eine
Meinung, die sich für eine öffentliche Körperschaft, in der die Mitglieder
zwangsverpflichtet sind, in Inhalt und Form nicht geziemt.“ (aus Kakteen
Info)

Rückfragen an:

Martina Ueberschaar 0172 6205937

Bernd Carle 07152 41666

Thomas Albrecht 0163 7438893

Clemens Morlok 07156 490 293

Last und wirklich nicht least

Der Schutzgemeinschaft Filder wurde jetzt nach langem Bemühen die
“Anerkennung nach § 3 Umweltrechtsbehelfsgesetz” zugestanden. Sie hat also
jetzt die Klageberechtigung als Umweltschutzverband, allerdings mit der
regionalen Beschränkung auf den Filderraum. Gratulation zu belohnter
Hartnäckigkeit!

Sehr lesenswert

http://www.zukunft-mobilitaet.net/51192/analyse/hochgeschwindigkeitszuege-wirkung-fernverkehr-wirtschaftlicher-nutzen/
> Hochgeschwindigkeitszüge zerstören das europäische Bahnnetz

Der Hochgeschwindigkeitszüge werden oft als ökologische Alternative zum
Luftverkehr gepriesen. Laut Internationalem Eisenbahnverband (UIC) spielt
der Hochgeschwindigkeitsverkehr eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu mehr
Nachhaltigkeit und dem Kampf gegen den Klimawandel.  Autor Martin
Randelhoff, Eisenbahnwissenschaftler und Raumplaner, Studium an der TU
Dresden, beschreibt theoretisch und aus praktischer Erfahrung, dass das
Gegenteil der Fall ist. Der Hochgeschwindigkeitsverkehr zerstört die
wertvollste Alternative zum Flugzeug; das „langsame“ Eisenbahnnetz, welches
bereits seit mehreren Jahrzehnten besteht.
http://www.zukunft-mobilitaet.net/51192/analyse/hochgeschwindigkeitszuege-wirkung-fernverkehr-wirtschaftlicher-nutzen/

Winnie Wolf über Zusammenhänge
.. zwischen Stuttgart 21 und dem vorherrechenden Umgang mit dem GdL-
Konflikt und der Griechenlandkrise (Rede auf der 275. Montagsdemo), s.
Anlage

SÖS-LINKE-PluS – Anträge im Gemeinderat

·       Rederecht für Vertrauenspersonen bei Debatte im Gemeinderat zu Storno21 und Leistungsrückbau durch S21

·      Ökologische und finanziellen Risiken durch den Bau des Nesenbachdüker abwenden

Demokratie und Anhörung

Liebe Freundinnen und Freunde,

tief  betroffen zeigte man sich wieder am Abend nach der Bremen-Wahl über die niedrige Wahlbeteiligung. Wenn nur noch die Hälfte der Bürger zur Wahl gehen, zeige das einen zunehmenden Glaubwürdigkeitsverlust der Demokratie. Gerade mal vier Tage war es da her, dass dieselben PolitikerInnen, zumindest dieselbe Spezies von PolitikerInnen in der Anhörung zu Stuttgart 21 im Bundestag geradezu schulbuchmäßig vorführten, wie man Politikverdrossenheit produziert. Indem man nämlich die begründeten Fragen von BürgerInnen und ihren Sachverständigen auf verabredete Weise ignoriert und versucht sie auf eine arrogante Weise mit vielen Spielarten als irrelevant abzuwerten.

Gut, dass sprachliche Farbe mitunter Bilder ersetzen kann. So konnte Arno Luik – als einer der beiden kritischen Sachverständigen-  im kontext-Interview aus erster Hand einen Eindruck von den „Darbietungen“ dieserart von Politikerinnen vermitteln, obwohl diese alle Formen der Transparenz eingeschränkt hatten: www.kontextwochenzeitung.de/politik/215/alles-kokolores-2880.html

Dass nicht alle in den einen Topf („DIE Politiker“) gehören, belegten eindrucksvoll Sabine Leidig und Matthias Gastel mit ihrem Einsatz gegen S21 auf der bundespolitischen Bühne, insbesondere für die ausgebremste parlamentarische und die viel gehaltvollere vom Aktionsbündnis organisierte außerparlamentarische Anhörung am Nachmittag des 6. Mai.

Was bildlich dokumentierbar war (Pressekonferenz des AB und außerparlamentarische Anhörung) ist inzwischen dokumentiert und kommentiert aufbereitet:

PK zur Anhörung im Bundestag, Berlin, Teil 1 (Leidig):
www.fluegel.tv/beitrag/10850

PK zur Anhörung im Bundestag, Berlin, Teil 2: (Gastel)
www.fluegel.tv/beitrag/10853

PK zur Anhörung im Bundestag, Berlin, Teil 3 (Engelhart):                      www.fluegel.tv/beitrag/10866

PK zur Anhörung im Bundestag, Berlin, Teil 4 (von Loeper):                         www.fluegel.tv/beitrag/10868

PK Fragen/Diskussion:
S21 und seine bundespolitischen Wirkungen, PK zur Anhörung im Bundestag, Berlin, 06.05.2015, Teil 5

Ap Anhörung 1/Sittler:
Wie BER, nur schlimmer! Ausserparlamentarische Anhörung, Berlin, 06.05.2015, Teil 1

Ap Anhörung 2 / Christoph Engelhardt:
Wie BER, nur schlimmer! Ausserparlamentarische Anhörung, Berlin, 06.05.2015, Teil 2

Ap 3 Anhörung 3 / Sven Andersen:
Wie BER, nur schlimmer! Ausserparlamentarische Anhörung, Berlin, 06.05.2015, Teil 3

Ap Anhörung 5 / von Loeper:
Wie BER, nur schlimmer! Ausserparlamentarische Anhörung, Berlin, 06.05.2015, Teil 4

Ap Anhörung 5 / Bernhard Knierim:
Wie BER, nur schlimmer! Ausserparlamentarische Anhörung, Berlin, 06.05.2015, Teil 5

Ap Anhörung  6 / Peter Conradi:
Wie BER, nur schlimmer! Ausserparlamentarische Anhörung, Berlin, 06.05.2015, Teil 6

Eindrücke und Schlussfolgerungen aus den Anhörungen: Sabine Leidig auf der letzten (271.)  MoDemo: http://www.fluegel.tv/beitrag/10912

Die Mahnwache sieht man weithin, die MoDemos auch. Von der Arbeit „unserer“ Filmer sieht man nur das Ergebnis, aber nicht die viele Arbeit backoffice. In diesem Fall vielen Dank an den Berliner Filmer Mirko Kubein und an Rolf Heidemann von FlügelTV.

Auch wenn all das ehrenamtlich und wenn auf Geschäftsbasis, dann meist unterbezahlt geleistet wird, entstehen erhebliche Kosten. Neben seinem noch über den BUND laufendem Konto, hat das Aktionsbündnis inzwischen wieder ein eigenes Konto, auf das es unmittelbar Zugriff hat: GLS-Bank  IBAN: DE 76 4306 0967 7035 8411 00. Gemeinnützigkeit ist beantragt.

Die Produktion von Politikverdrossenheit findet natürlich mindestens so nachhaltig vor Ort statt. Auch hier geht es um die großen Themen, v.a. den Umgang mit S 21, wie ihn Peter Grottian in seiner Abrechnung mit den Demokratieversprechen Kretschmanns geißelt www.kontextwochenzeitung.de/politik/215/hoeren-im-hinterzimmer-2889.html.

Auch die kleinen Dinge können Politikverdrossenheit fördern: z.B., dass bis auf den Waiblinger OB nicht ein einziges Mitglied des Regio-Parlaments auf ein Schreiben des Aktionsbündnisses vom 14. April reagiert, in dem nach der haushälterischen Rechtfertigung für die 120 Mio. Subventionierung von S21 aus den Mitteln der Region gefragt wird.

Auch nicht viel besser OB Kuhn, der grundsätzlich Schreiben des Aktionsbündnisses und Gesprächseinladungen unbeantwortet lässt. Schlechte Kinderstube, Bermuda- Dreieck oder politisches Kalkül?

Wahlabstinenz ist die eine Reaktion, das ausländerfeindliche Rülpsen und Nach-unten-Treten à la Pegida eine andere auf solcherart Politikgebaren. Zwangsläufig ist das allerdings nicht. Aufklärung, Protest und Gegen-Druck, um nicht zu sagen -Treten nach oben – das sind die demokratischen Mittel, sich gegen die Produzenten von Politikverdrossenheit zu wehren. Das hat die Bewegung gegen S21 gezeigt und das ist auch der wesentliche Grund, warum Pegida in Stuttgart bisher keinen Fuß auf den Boden kriegt.

Mit Peter Grohmann fragen wir: „hätten Sie’s für möglich gehalten? Nach unserer großen Anti-Pegida-Kundgebung im Januar? Dass sich die Islamhasser mit ihrem offenen Rassismus wirklich noch einmal in Richtung Stuttgart aufmachen würden? Dass es noch einmal notwendig würde, ein deutliches Zeichen für Vielfalt und gegen Rassismus zu setzen?“

Sehenswert

Die große Weltgeschichte der Bauskandale mit ihren Vor- und Nachgeschichten http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2311226/Die-gr%C3%B6%C3%9Ften-Bauskandale-der-Geschichte

Mittendrin (Minute: 23.00 bis 26.40) auf Platz 5: Stuttgart 21. Top act (Platz 1): BER. Wenn da mal die Reihenfolge, die wohl nicht so ernst gemeint war, stimmt !?

Gelenkte Anhörung, VGH-Urteil zum 2. Bürgerbegehren, 3. Bürgerbegehren

Liebe Freundinnen und Freunde,

wenn gesellschaftliche Debatten und politische Entscheidungen tief in ihre  Unternehmensinteressen eingreifen, entwickeln große Unternehmen Strategien und beschäftigen Strategen, damit die Dinge in ihrem Sinne laufen. Was, wann und mit welchem Tenor gesagt wird, ob überhaupt was gesagt wird, welche emotionalen Etikette man den GegnerInnen aufpeppt und welches Image man von sich selbst vermittelt – all das ist durchdacht und geplant, auch wenn es nach außen spontan, leichtfüßig und volker-kefer-isch rüberkommt.

Mit hohem Geldeinsatz werden Wirtschaftsinteressen durchgesetzt, nicht mit Repression und Zensur á la Erdogan oder Putin, sondern formal innerhalb der Regeln einer pluralen offenen Demokratie. Faktisch jedoch wird deren Funktionsweise und Substanz unterhöhlt: gelenkte Demokratie, oder „Postdemokratie“, wie diese Strategie im Politologensprech firmiert.

Wie so etwas funktioniert und wie es die DB AG handhabt, dazu hat uns Werner Rügemer zu seltenen Einblicken verholfen. Er hat durchleuchtet mit welcher Strategie der Konzern den Konflikt mit der GDL managt. Wie Volker Kefer tritt hier DB-Personalchef Ulrich Weber auf: konziliant, um Verständnis und Brückenbau bemüht, als könne er kein Wässerchen trüben. Im Kern aber soll der Gegner ins Messer laufen, nach allen Regeln der Kunst aufs Kreuz gelegt werden. Philosophie: es geht um Sieg und nicht um Kompromiss: http://arbeitsunrecht.de/deutsche-bahn-im-gdl-streik_bewusst-eine-sackgasse-herbeifuehren/

Wir kennen zwar nicht die Namen der Berater und Firmen, aber sicher ist nicht erst nach der  Performance der DB bei der Berliner Anhörung, dass es bei einem Großkonflikt wie S21 eine abgestimmte Strategie gibt, und dass diese zwar anders angelegt, der GDL-Strategie der DB aber nicht unähnlich ist.

So soll es wirken: Die DB geht unbeirrt und unaufgeregt ihren Weg. Alles in trockenen Tüchern. Die Gegnerinnen dagegen verbissen, unbelehrbar, schlagen die Schlachten von gestern. Die offensichtliche Devise der DB ist also, nicht in den Clinch zu gehen, Eskalationen zu vermeiden, keine neuen Angriffsflächen zu bieten und so den Gegner und sein Anliegen ins Leere laufen zu lassen. Was soll der ganze Budenzauber, die Sache ist doch entschieden. Wir halten uns natürlich an die Regeln, aber den Aufwand, liebe Politikerinnen und liebe JournalistInnen, die ihr nach Berlin gekommen seid, hättet ihr euch sparen können.

Erste interne Verabredung also: wir geben keine schriftlichen Statements zur Anhörung und auch nicht zu den Fragen aus dem gemeinsamen Antrag von Linke & Grünen ab. Und was mündlich in der Anhörung gesagt wird, soll möglichst niemand mitkriegen: Von den angekündigten 100 Plätzen für Publikum, standen am Ende nur ca. 60, teils Stehplätze, zur Verfügung. Etliche InteressentInnen, teils aus Stuttgart angereist, kamen nicht rein. Dann wenigstens Übertragung aus dem Saal? Wurde auf Antrag der CDU abgelehnt. Begründung: keine. Dann wenigstens Aufzeichnung? Auch das nicht. Nicht einmal Fotos wurden zugelassen, so dass selbst eine freie Photographin wie Petra Weiberg trotz Presseausweis nicht fotografieren durfte. Selbst die Agenturen mussten auf Archivbilder zurückgreifen.

Die Sicht auf das Geschehen war sehr eingeschränkt, sodass meist nicht einmal erkennbar war, wer was sagte. Die Unmutsäußerungen von der Tribüne hielten sich – anders als in der StZ kommentiert – trotz all dieser Schikanen in Grenzen. Kein „Lügenpack“. Unerwähnt blieben dagegen in der StZ die vielen Störmanöver vor allem aus den Reihen der CDU, die alles daran setzten, v.a. Sabine Leidig und Arno Luik aus dem Konzept zu bringen (wobei man den Großkoalitionären den kleinen Aufruhr vielleicht nachsehen sollte, der entstand als Arno Luik die Feststellung, niemand habe vor einen unsicheren Bahnhof zu bauen, mit dem Honecker-Zitat zwei Monate vor dem Mauerbau 1961 konterte, „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“. Eine frühe Form von Lügenpack, sozusagen). Mit demonstrativem Zeitungslesen während der Anhörung, Handy-Nutzung, Vespern sollte wohl die Botschaft unterstrichen werden, dass man das Anliegen nicht ernst nimmt.

Dass sich demokratische Abgeordnete, auch wenn sie den S21-Parteien angehören, diese Strategie des Ignorierens zu eigen machen und sich nur noch als Stichwortgeber für die Selbstbeweihräucherungen von Kefer und Co verstehen, ist beschämend. Nicht einmal der Versuch wir unternommen, die massiven und gut belegten Kritikpunkte der Sachverständigen Lieb und Luik zu hinterfragen, geschweige denn zu entkräften. Der kritische Sachverstand der SPD-MdB Annette Sawade z.B. scheint nur für den Vorhalt gereicht zu haben, Stuttgart sei nicht schwäbische Provinz, wie es Luik im Vergleich der Hauptbahnhöfe Berlin und Stuttgart formuliert hatte.

Nicht viel besser die meisten Medien (Ausnahmen: z. B. Konstantin Schwarz in www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.kommentar-zu-stuttgart-21-einigkeit-in-der-uneinigkeit.383e38a3-f1c6-4c33-9524-928be087f817.html ; Südwestpress/Anlage u. a.). Auch sie gehen dem Kalkül von Bahn & Co auf den Leim. Devise: es gibt ja nichts Neues, sondern nur „mehr vom Gleichen“ www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kommentar-zur-s-21-debatte-mehr-vom-gleichen.2a970b30-bb06-465d-b0e5-fc16a70d1c36.html.  Da hatte man sich über den Berliner Großflughafen erregt, bei dem einfach drauf los gebaut wurde ohne ein Brandschutzkonzept und dann schaut man gelangweilt weg, wenn in Stuttgart gerade dasselbe Muster, nur noch ein paar Nummern größer abläuft? Da werden in der außerparlamentarischen Anhörung am Nachmittag von einem pensionierten Bahndirektor Argumente und Belege zu der dubiosen Genehmigung einer lebensgefährlichen Gleisneigung aufgetischt – und man wendet sich ab, weil sich der Kritisierte der Kritik entzieht, ein showdown also ausbleibt?  Ein Journalismus, der sich als Kontrollinstanz gegen die Deformation der Demokratie versteht, müsste es genau umgekehrt sehen. Er müsste sich elektrisiert auf das Thema stürzen, erstens wegen der Sache, des Skandals selbst und zweitens wegen der gut erkennbaren Versuche der Verantwortlichen, das Thema aus dem Verkehr zu ziehen und sich der Verantwortung zu entziehen.

Aus Sicht von politischen coach-tamatoes mögen die 40 bis 50 StuttgarterInnen, die sich trotz GDL-Streiks in das Abenteuer einer zwei- bis dreitägigen Berlinreise gestürzt haben, „Hartgesottene“ (StZ) sein, im Grunde kommt es in der Demokratie aber gerade auf BürgerInnen wie sie an, die der DB & Co nicht auf den Leim gehen, die demokratische Gegengewichte gegen die gelenkte Demokratie in die Waagschale werfen-  BürgerInnen auf deren Kompetenz ein demokratisches Gemeinwesen zurückgreifen sollte, wie es Walter Sittler in Berlin sagte.

Der Auftritt in der Hauptstadt (parlamentarische Anhörung, Pressekonferenz und außerparlamentarische Anhörung des Aktionsbündnisses) hat der Bürgerbewegung gegen S21, den Beteiligten und ihrem Zusammenhalt gut getan. Das Ziel bleibt, S21 wieder stärker als bundespolitisches und sehr grundsätzliches Thema auf die Berliner Bühne zu bringen. Das Mittel bleibt Gegendruck und Gegenöffentlichkeit. Die Themen & Forderungen sind gesetzt: s. PM des Aktionsbündnisses (Anlage).

Die pralle Kompetenz dieser Bürgerbewegung ist nachvollziehbar in den Texten und Diskussionsbeiträgen von Sabine Leidig, Matthias Gastel, Arno Luik, Matthias Lieb, Christoph Engelhardt, Eisenhart von Loeper, Bernhard Knierim, Sven Andersen, Peter Conradi, s. www.kopfbahnhof-21.de bzw. als  Videos, inzwischen vollständig (danke an Mirko Kubein, Filmer/Berlin und Rolf Heidemann) auf www.fluegel.tv

Arno Luik vorab im Stern: www.stern.de/politik/deutschland/stuttgart-21-bahnprojekt-wird-zum-spiel-mit-dem-feuer-2192047.html und in kontext: www.kontextwochenzeitung.de/politik/214/buddeln-bis-2035-2874.html

VGH Mannheim: Erfolg trotz Niederlage

Nicht nur optimistische JuristInnen und Beobachterinnen sehen im Urteil des VGH zum 2. Bürgerbegehren/Mischfinanzierung, das am 4. Mai zugestellt wurde, mehr Licht als Schatten.

Kernpunkt ist die Zulassung der Revision zum Bundesverwaltungsgericht, das sich ausdrücklich mit der Grundsatzfrage der Zulässigkeit einer kommunalen Mitfinanzierung dieses Projekts dem Grunde und der Höhe nach befassen wird. Diese von Kretschmann und Kuhn einst hoch gehaltene, inzwischen abgeschriebene Frage wird also grundsätzlich geklärt werden. Das BVerwG in Leipzig wird also prüfen, wie hoch wirklich der kommunale Finanzierungsanteil ist und ob er aufgewogen wird von einem entsprechenden Nutzen.

Die Argumentation des VGH, die hier noch eine verantwortbare Entsprechung sah, ist schwach. Der Vorsitzende Richter Ellenberger verwies hierzu auf den kommunalen Nutzen, dass der HBF in der Stadt bleibe und nicht vor den Toren der Stadt wie etwa in Kassel-Wilhelmshöhe angesiedelt werde. Aber eben ein solches Kalkül, nachdem sich wohlhabende Städte einen stadtnahen Bahnhof mit Zuzahlungen erkaufen können und andere, ärmere vom Netz abgehängt werden, dürfte diametral gegen die Intention des GG Art. 104a laufen.

Auch wenn das BVerwG eine kritischere Rechtsprechung pflegt, fragt sich, ob die richterliche Unabhängigkeit reicht, sich auch nach einem weiteren Jahr des Faktenschaffens der Bahn von dem damit verbundenen Erpressungspotential frei zu machen. Mehr dazu im Beitrag von Eisenhart von Loeper am Montag.

3. Bürgerentscheid vor der Ablehnung durch den Gemeinderat?

Wenige Stunden nach Zugang des Urteils des VGH stellte der Anwalt der Stadt, Prof. Kirchberg, sein Rechtsgutachten zum 3. Bürgerbegehren der beauftragenden Stadt Stuttgart zu. Er scheint Oberwasser zu verspüren nach dem VGH –Urteil und dürfte die Argumentationsgrundlage für den auf den 21. Mai terminierten Gemeinderat geliefert haben, auch diesen dritten Anlauf Stuttgarter BürgerInnen zu einem Bürgerentscheid über Stuttgart 21 abzuweisen.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-noch-zwei-s-21-begehren-offen.daae072e-bcbf-4fd3-bd46-38ea8a8fff89.html

Wir wollen die Nachtzüge zurück!

So das Motto einer Schweizer Initiative, die auf europäische Vernetzung und Aktionen im Juni setzt: m.srf.ch/konsum/themen/umwelt-und-verkehr/aktivisten-kaempfen-im-pyjama-europaweit-fuer-nachtzuege

Fildertrick Drittes Gleis

Dieser Blogbeitrag befasst sich mit den technischen Widersprüchen und fragwürdigen Finanzierungen der neusten Variante zur Lösung des Filderproblems: s21irrtum.blogspot.de/2015/04/missachtet-der-verband-region-stuttgart.html?m=1

Neue Zeltwand an der Mahnwache: S21 und die Folgen für die SSB

Rettet unsere Stadtbahn

VGH, Kirchentag mit Großkundgebung, Berlinfahrt, Fildertricks

Liebe Freundinnen und Freunde,

schon die Eröffnung der Verhandlung zum 2. Bürgerbegehren/Mischfinanzierung am Dienstag vor dem VGH in Mannheim ließ ahnen, dass diesmal der Hase anders laufen würde. Verbindlich im Ton machte der Vorsitzende Richter Ellenberger, seines Zeichens VGH-Präsident, deutlich, dass er gleich zur Sache kommen wolle, nämlich der Frage, ob die städtische Mitfinanzierung an sich oder in der Höhe gegen 104a GG verstoße. Prof. Kirchberg, derselbe Anwalt, den schon OB Schuster gegen die Bürgerbegehrenden ins Feld geschickt hatte, war konsterniert, hatte er doch seine Strategie darauf aufgebaut, wie gehabt mit formalen Einwänden, das BB als unzulässig abzuweisen. Die Sechs-Wochen-Frist sei nicht eingehalten und der Text des Begehrens richte sich gegen die (Misch=)Mitfinanzierung an sich und nicht, worauf das Gericht hinaus wollte, auf ihre Höhe. Auch wenn in der Wahl der juristischen Hebel jedes legale Mittel recht sein mag, bleibt doch festzuhalten, dass hier der Anwalt in einem präzedenziellen Verfahren im Auftrag einer grün regierten Stadt, die die Bürgerbeteiligung auf ihre Fahnen geschrieben hat, alles aufwendet, Beteiligungsrechte auszuhebeln  – und hierin vom obersten Verwaltungsgericht des Landes in die Schranken gewiesen wird.

Auch wenn das Urteil erst in zwei Wochen gefällt wird, ist schon jetzt klar: das Gericht setzt gegen die kleinkarierte Sichtweise der Stadt auf ein offeneres Verständnis von Bürgerbeteiligung und weist die Sechs-Wochen-Frist ebenso zurück wie die enge Auslegung des Begriffs der Mischfinanzierung.

Wenn‘s nicht mit der Frist und auch nicht mit dem Mischfinanzierungsbegriff geht, argumentierte Kirchberg, dann sei das Bürgerbegehren eben unzulässig, weil die Bahn als privatisiertes Unternehmen nicht der Grundgesetzbindung unterliege und eigenwirtschaftlich dort investieren könne, wo es ihr am günstigsten erscheint, sprich: wo sie die höchste Mitfinanzierung erreichen oder erpressen kann. Man stelle sich vor, das Gericht wäre diesem antidemokratischen Rückgriff in die neoliberale Mottenkiste gefolgt und hätte die DB AG aus der Bindung auf das Verfassungsziel gleichwertiger Lebensverhältnisse entlassen – auf Antrag einer grün regierten Stadt! Dass der VGH hier auf einmal fast so etwas wie ein Bollwerk gegen die Versuche einer grün regierten Stadt werden würde, Beteiligungsrechte einzuschränken und Verfassungsnormen der Daseinsvorsorge auszuhöhlen – ein Stück aus dem Tollhaus Stuttgart 21!

Ungewöhnlich offen hat das Gericht schon in der Verhandlung wichtige Eckpfeiler seiner Entscheidung erkennen lassen. So auch, dass es kommunale Mitfinanzierung an sich nicht für verfassungswidrig hält, diese aber in einem Verhältnis zum angenommenen Nutzen der Stadt stehen müsse. Als Nutzen gelte, dass sich die Stadt eine Stadtentwicklungsmöglichkeit erschlossen habe, wobei allerdings für nicht entscheidungserheblich gehalten wird, welcher Nutzen darin genau liegt und welcher Schaden durch die Bahnhofsverkleinerung, Sicherheitsrisiken u.a. entsteht.

Anerkannt hat das Gericht aber bereits, dass die Stadt nicht nur mit den 291 Mio. Euro aus dem Finanzierungsvertrag, sondern auch mit dem Zinsverzicht von 212 Mio. Euro (aus unserer Sicht sind es 442 Mio. Euro) beteiligt ist, also mit einer halben Milliarde Euro. Das Gericht scheint Zweifel zu haben, ob das noch verhältnismäßig ist und eine Teilnichtigkeit der Mischfinanzierung zu sehen – ohne sich allerdings auf die Frage einzulassen, was denn die Gegenleistung für die Beteiligung von einer halben Milliarde. Euro ist. Hierin liegt die noch offene Frage des in zwei Wochen zu erwartenden Urteils.

Auf jeden Fall, auch das hat das Gericht schon jetzt festgelegt, wird es die Berufung zum Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig zulassen. Damit eröffnet es den Weg, den OB Kuhn 2012 mit seiner Weigerung, eine Sprungrevision zum BVerwG zuzulassen, versperrt hatte und damit der Bahn vor Klärung der Verfassungskonformität der Finanzierung zwei weitere Jahre Fakten schaffen ermöglichte. Mit der nun absehbaren Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht wird hoffentlich stärker auch bundespolitisch in den Blick genommen, dass Stuttgart 21 ein (absurder) Beutezug des reichen Südwestens auf Kosten anderer Bundesländer ist, und wie wichtig die Verteidigung des Art 104a gerade für andere Bundesländer ist, um dem einen Riegel vorzuschieben.

Es geht also mal wieder um viel mehr als um einen Bahnhof. Aber um den geht es auch! Ein Urteil des VGH oder des BVerwG ist keine unmittelbare Entscheidung für oder gegen S21. Wenn aber die Mitfinanzierung der Stadt für teilnichtig erklärt würde, stünden bereits geleistete Zahlungen zur Disposition und besonders wichtig: die Bahn könnte sich ihren Plan abschminken, nachdem genug Fakten geschaffen sind, die Stadt doch noch gerichtlich oder politisch (man wackelt ja schon) zur Kasse zu bitten.

Und was für die Stadt gilt, gilt auch für das Land, die Region und den Flughafen. Auch hier wäre zu klären, ob die Finanzierungsanteile verhältnismäßig sind. Die Finanzierungsgrundlagen des Projekts würden ins Rutschen geraten. Die Bahn müsste sicher davon ausgehen, alles was noch kommt, selbst tragen zu müssen. Ohne die Aussicht, andere für ihr Debakel zahlen zu lassen, wird sie schnell den Spaß an der Sache verlieren.

Besonders unangenehm wäre eine (Teil-)Nichtigkeitserklärung der Mischfinanzierung für MP Kretschmann, der noch als Oppositionsführer 2010, gestützt auf ein einschlägiges Gutachten von Prof. Hans Meyer/Humboldt-Uni Berlin gegen die Mappus-Regierung gewettert und mit dem Rückenwind der Bürgerbewegung im Wahlkampf angekündigt hatte,

… die Landesregierung mit einer parlamentarischen Initiative mit der Verfassungswidrigkeit der Finanzierungsvereinbarung zu konfrontieren. Und: “Die Zahlungen des Landes sind verfassungswidrig, der Finanzierungsvertrag nichtig. Falls die Grünen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg Regierungsverantwortung tragen, werden wir die Zahlungen sofort einstellen und bereits gezahlte Beträge zurückverlangen. Mit uns wird es keine Fortsetzung des Verfassungsbruchs geben.” www.bei-abriss-aufstand.de/2011/08/11/lesen-sie-mal-ihr-eigenes-gutachten-herr-kretschmann/

Nach Wahl und Volksabstimmung aber galt, Mehrheit gehe vor Wahrheit, so Kretschmann. Egal wie sehr die Mehrheit betrogen wurde? Und geht Mehrheit auch vor Gesetzmäßigkeit?

Ein Urteil wie erhofft, würde Vieles ändern und wäre sicher auch ein Votum gegen solchen machtpolitischen Opportunismus.

Bewertung VGH- Verhandlung in der PM des Aktionsbündnisses/Eisenhart von Loeper (Anlage), informative Berichterstattung Thomas Durchdenwald in StZ 22.4.2014: www.stuttgarter-zeitung.de/stuttgart21.

Kirchentag: Aus Stuttgart 21 klug werden!

Große Kundgebung am Kirchentag (Sa, 6. Juni, 14 Uhr, HBF) mit

  • Franz Alt, Martin Poguntke und Volker Lösch
  • Capella Rebella und Rike Kohlhepp, Violine
  • Moderation: Angelika Linckh

Klasse Flyer von Uli Stübler auf der MoDemo, an der Mahnwache und hier:

Flyer als PDF-Datei (239 kB)

Flyer-Vorderseite als JPG (561×1417 Pixel, 162 kB)

Flyer-Rückseite als JPG (561×1417 Pixel, 111 kB)

Werben Sie auch in kirchlichen Kreisen für diese Kundgebung:

Vielleicht kennen Sie Menschen, die zum Kirchentag kommen.

Vielleicht kennen Sie Stuttgarter Bürger, die Gäste bei sich aufnehmen.

Vielleicht kennen Sie aber auch engagierte Gemeindemitglieder irgendwo in der Republik, die in ihrer jeweiligen Kirchentagsgruppe Werbung für die Kundgebung machen möchten?

Dauerausstellung der Bürgerbewegung  während des Kirchentags im Foyer des Forum 3. Haben schon alle Gruppen eine Selbstdarstellung mit 700 Zeichen & Logo beigetragen? Sonst bitte schicken an ausstellungk21@web.de.

Bürgerbewegung zeigt Flagge!

Dass der Kirchentag in diesem Jahr in Stuttgart stattfindet hat viel mit Stuttgart 21 zu tun. 2011 erklärte das Präsidium des Ev. Kirchentags: „Die Stadt des 35. Deutschen Evangelischen Kirchentages hat […] im Streit um das Projekt Stuttgart 21 neue Formen offener und öffentlicher Debatte erlebt. […] In diesem Kontext hat der Kirchentag die Einladung nach Stuttgart besonders gern angenommen.“

Diese Erwartung wollen wir nicht enttäuschen und den zig-Tausend BesucherInnen aus der ganzen Republik und der ganzen Welt zeigen, dass der S21- Käs‘ keineswegs gegessen ist und dass diese Bürgerbewegung trotz allem Baugeschehen sehr lebendig und weiter sehr aufmüpfig ist.

Deswegen: Buttons und Aufkleber raus aus den Schubladen und auf die Brust, ans Auto oder Fahrrad. Plakate und Fahnen wieder an die Fenster, Garagentore und in die Schaufenster. K21- Produkte gibt’s bei Plattsalat in der Gutenbergstraße und am Kirchentag selbst in der Ausstellung im Forum 3! Gut zum verschenken oder als Souvenir! Alle, die Werbeartikel herstellen (lassen): bitte Lager aufstocken! Vielleicht gibt’s auch noch besondere Artikel auf den Anlass bezogen. Am Kirchentag gilt‘s!

 6. Mai: S21 im Bundestag – und wir dabei!

Stand der Vorbereitungen

Parlamentarische Anhörung, 11-13 Uhr, öffentlich, Anmeldung formlos (mit Geburtsdatum) über verkehrsausschuss@bundestag.de. Es gibt 100 Plätze. Als Sachverständigen haben die Grünen Matthias Lieb vom VCD benannt, die LINKE Arno Luik.
Außerparlamentarische Anhörung des Aktionsbündnisses im Haus des NABU, Charité-Straße 3,  15 Uhr bis max. 17.30 Uhr mit:

  • Matthias Gastel MdB und Sabine Leidig MdB –Parlamentarischen Anhörung und wie weiter?
  • Walter Sittler: Worum es geht
  • Christoph Engelhardt: Nichts gelernt aus BER? Auch bei S21: kein Brandschutz
  • Sven Andersen, Extrawürste auf Kosten der Sicherheit – EBA genehmigt kriminelle Gleisneigung u.a
  • Eisenhart v. Loeper: S21 auf Kosten aller – explodierende Kosten und wer zahlt
  • Bahn für alle (Bernhard Knierim oder Winfried Wolf): S21 – Verkehrswende rückwärts – Rückbau und kein Deutschlandtakt
  • Peter Conradi: Bilanz und Ausblick

Reise nach Berlin. Noch ca. 5 ICE Tickets für 60 Euro (Dienstag ab 10.51 Uhr, Mittwoch zurück ab 17:59 Uhr). Weitere günstige Reisemöglichkeiten organisierbar. Bitte Kontakt aufnehmen mit Andreas Kegreiß andikeg@aol.com.

Die Eckpositionen stehen. Änderungen/Konkretisierungen werden über einen Mailverteiler schnell mitgeteilt. Alle, die irgendwie in Berlin dabei sein wollen oder werden, bitte Mailadresse hinterlassen bei Andy s.o.

Unterkünfte

Angebote können zugemailt werden. Hier z. B.:

HOTEL COMENIUS Garni, 030-27571535, liegt im Bezirk Friedrichshain – Kreuzberg, in direkter City-Lage, nur einen Katzensprung von O2 World-ARENA, Ost-Bahnhof, East Side Gallery und Frankfurter Tor entfernt

Derzeit noch frei: ein 2-Bett-Zimmer pro Person 25, 50 Euro, 1 Doppel-, Drei- oder Vierbettzimmer je nach Nutzung 75 Euro, 99 Euro oder 120 Euro

Kontaktaufnahme (Andy) am Stand des Aktionsbündnisses auf der MoDemo vor bzw. zu Beginn der Kundgebung

„Drittes Gleis“ oder: die große Publikumstäuschung

Unbeeindruckt von Argumenten und erst recht von Forderungen, wie sie Aktionsbündnis und Schutzgemeinschaft Filder in einer Pressekonferenz am 16. April vorgetragen hatten, gehen die neuerdings dicken Projektfreunde ihren Weg des Tricksen und Täuschens weiter, der ihnen auf parkschuetzer.de schon die Etikettierung „Trickbetrüger“ eingehandelt hat. Die Variante „Drittes Gleis“ sei „die bessere Lösung“, heißt es und das Publikum ist angetan. Die entscheidende Frage „BESSER ALS WAS?“ bleibt unbeantwortet. Natürlich ist es besser, wenn einem nur 8 statt 10 faule Äpfel angedreht werden. Aber es bleibt Beschiss. Die neu ausgehandelte Lösung für die Filder ist besser als der Antragstrassenmurks, aber trotzdem auch Murks verglichen mit dem status quo und erst recht im Vergleich mit dem Erhalt der Panoramastrecke und dem schnellen Umstieg zum Flughafen in Vaihingen für Reisende von Süden.
Für eine Verschlechterung des Regional- und S-Bahnverkehrs lupfen Stadt und Land den Kostendeckel, teils indirekt und trickreich: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-21-bahn-aufsichtsrat-gibt-geld-fuer-halt-am-flughafen.162416b3-f21b-4ddc-8325-1cda469fbde2.html.

Die Region zahlt direkt weitere 20 Mio. zu den schon 100 Mio. im Topf. Dass die Region, deren wesentlicher Zweck Förderung und Ausbau des S-Bahnsystems ist, für dessen Verschlechterung Steuermittel aufwendet, ist skandalös und wird sicher auch noch juristisch zu werten sein.

Das Aktionsbündnis hatte die Fraktionen im Regionalparlament in einem Schreiben gefragt, was denn die Gegenleistung der Bahn für die eingesetzten inzwischen 120 Mio. Euro Steuergelder sei. Als bisher einzige Antwort kam prompt ein Mail des Fraktionsvorsitzenden der SPD im Regionalparlament und Waiblinger OBs Andreas Hesky, das für sich sprechen möge (Anlage). CDU, Grüne, FDP und LINKE haben bisher nicht geantwortet.

S21-Subvention durch die Hintertür: Das sollte Winne Hermann uns erklären

In Sachen Nahverkehrsvertrag hat Winne Hermann die Bahn am Haken und mit ihr die alten CDU-/FDP-Seilschaften, allen voran die Mappus- und Gönnerintima Nicole Razavi. Zwei Gutachten des Ministeriums bestätigten die Überbezahlung von bis zu 1,25 Mrd. Euro.

www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nahverkehr-in-baden-wuerttemberg-land-zahlt-der-bahn-eine-milliarde-zu-viel.2e595134-643d-4c00-b78f-2e07ace75efe.html.  Dies sei angeblich nur auf handwerkliche Fehler zurückzuführen sei – die längst zutage liegende Querfinanzierung von S21 via Nahverkehrsvertrag bleibt unerwähnt. Schnaubend dazu Razavi: www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.neue-kontroverse-um-verkehrsvertrag-opposition-zweifelt-an-gutachten.f2f10a49-fa09-46b1-8da0-4c9ff6a8064e.html.

Nun begibt sie Hermann auf dieselbe rutschige Ebene, indem er im Rahmen der „Dritte-Gleis-Lösung“, der Bahn aus ihrer Planungspatsche auf den Fildern heraus hilft, indem er auch noch 30 Mio. des Landes auf den Tisch legt in Form des Versprechens neuer Zugbestellungen. Ganz klar Geld für Stuttgart 21!

Einnahmen aus Zugbestellungen sollte die Bahn aber nicht mit Beihilfe des Verkehrsministers für Reparaturversuche von  S21-Planungsmängel ausgeben, sondern zur Verbesserung ihres immer chaotischer werdenden Angebots – mittelbar z.B. für die Bestellung zeitgemäßer Züge. Immerhin haben Untersuchungen bestätigt, dass der Südwesten das veralteteste Zugmaterial hat, Winne Hermann selbst beschreibt das Land hier schön und treffend als „Altwagensenke der Republik“.

www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.laendervergleich-zur-bahn-aelteste-zuege-im-suedwesten.68be6a5e-eb8a-444f-95ea-27be93f0e744.html

Rosers Petition: Eine demokratische Institution wird zur Farce

Wenn es der Frust über die politische Ignoranz der großen S21-Koalition gewesen ist, der Matthias Roser 2011 veranlasste Stuttgart (21) zu verlassen und sich in Burgund nieder zu lassen www.chateaumirande.com/zimmer-ferienwohnungen-empfange/48-appartement-jeunesse-2-4-personen.html, dann kann man diese Entscheidung nach der Lektüre des Beitrags von Jörg Nauke in der StZ heute erst recht verstehen: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-antwort-nach-sieben-jahren-auf-petition-gegen-s-21.d3352f41-5d83-4a2e-947f-eaa8c692b8b4.html. 2008  hatte Roser, von tausenden MitbürgerInnen unterstützt, eine Petition für den Erhalt des “denkmalgeschützten” Stuttgarter Hauptbahnhofs beim Petitionsausschuss des Bundetags eingereicht. Jedes Jahr hatte er nachgefasst, Jetzt, SIEBEN JAHRE später und nach dem Abriss beider Seitenflügel – liegt der Bescheid vor: Das Anliegen wird zurückgewiesen.

Ein Petionsausschuss, der erst antwortet, wenn sich der Anlass erledigt hat und dann eh nur im Sinne der Mehrheiten antwortet, sollte über seine Selbstauflösung nachdenken.
Matthias Roser jedenfalls schreibt in einem Mail an seine UnterstützerInnen aus der Bürgerbewegung gegen S21: „Vor allem ist es mir aber ein Anliegen allen, die unterschrieben haben, die sich für den Erhalt des Kopfbahnhofs eingesetzt und die mich unterstützt haben herzlich zu danken… mit freundlichen Grüßen, Matthias Roser. http://www.hauptbahnhof-stuttgart.eu/

 

& Gruß von Werner