Die 505. Montagsdemo „Wir lassen nicht locker!“ am 16. März nur online!

Die nächste Montagsdemo am 16. März wird nicht auf dem Schlossplatz stattfinden, sondern ab 18 Uhr nur im Netz. Details werden noch festgelegt.
Bei einem Treffen mit Demoteam, Aktionsbündnis, Mahnwache und parkschuetzer.de wurde folgende Idee entwickelt:
Es wird jede Woche eine virtuelle Kundgebung um 18 Uhr online veranstaltet werden.
Wie immer mit Kultur, Rede und Moderation. Und wie immer mit allen aktuellen Infos.

Redner: Gottfried Ohnmacht-Neugebauer; “Schwierigkeiten mit der Wahrheit”
Motto: Wir lassen nicht locker!
Musik: N.N.
Moderation: Dr. Angelika Linckh

Leserbrief von Frank Distel über weitere Zulaufgleise

Leserbrief zum Bericht Geld vom Bund für neue Gleise zum Tiefbahnhof, erschienen am 8. März 20 in der Stuttgarter Zeitung:

Endlich wird wenigstens mal ein Kritikpunkt des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 und vor allem der Arbeitsgruppe Umstieg 21 konkret ernstgenommen. Wir Gegner dieser empörendsten aller Fehlplanungen bemängeln schon seit Jahren den Engpass der Gleiszuläufe aus dem Norden – zuletzt veröffentlicht unter folgendem Link: https://www.umstieg-21.de/5-verkehrswende/5-6-zulaufstrecke-zuffenhausen.html. Dass nun auch die bislang unsere Argumente stur ignorierenden CDU-Politiker Razavi und Dörflinger dies plötzlich goutieren, beweist ein weiteres Mal, dass wir an allen Ecken und Enden mit unserer Kritik an Stuttgart 21 richtig lagen. Vielleicht dämmert es den Projektbefürwortern und der Bahn 10 Jahre nach der sog. „Schlichtung“ nun auch noch, dass mein über die Schutzgemeinschaft Filder eingebrachter Vorschlag, die Gäubahn auf der Panoramastrecke zu erhalten, auf einen Schlag fast alle Probleme des Filderabschnitts lösen würde. Ferner bliebe das „Notfallkonzept S-Bahn“ erhalten und man hielte sich die Tür offen für eine Express-S-Bahn direkt zum Flughafen mit ca. 19 Minuten Fahrzeit und deutlich bequemeren, zeitsparenderen Zugängen zu den Terminals, als beispielsweise vom brandgefährlichen Fernbahnhof, 9 Stockwerke unter der Messe, aus.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Distel

16 Milliarden Euro teurer Ausbau des Londoner Flughafens gestoppt

Auch Großprojekte sind umkehrbar

Der gestrige Stopp des Flughafenausbaus in London Heathrow zeigt, dass auch Großprojekte nicht unumkehrbar sind, insbesondere, wenn sie den globalen Klimakollaps befördern würden. „Kretschmanns Spruch zu Stuttgart 21, der Käs sei gegessen, ist altes Denken“, so Bündnissprecher Dr. Eisenhart von Loeper. Angesichts der Bedrohung durch die Erderwärmung müsse alles auf den Prüfstand, auch und gerade Stuttgart 21. Ein treibendes Motiv für Stuttgart 21 mit seinem zusätzlichen Flughafen-Bahnhof und ICE-Anschluss sei immer gewesen, den Flugverkehr zu steigern, Ziel: 1,5 Millionen Fluggäste mehr pro Jahr.

Ein Londoner Berufungsgericht hatte gestern den bereits vom Parlament beschlossenen Ausbau von Europas größtem Flughafens gestoppt. Maßgeblich für diese Entscheidung war die Nichtberücksichtigung des Klimaschutzes. Die Kosten des Projekts werden auf 14 Milliarden Pfund geschätzt, das sind derzeit etwa 16 Milliarden Euro und damit eine Kostenliga, in der sich auch Stuttgart 21 bewegt.

Seit Jahren verweist die Bürgerbewegung, auch mit wissenschaftlichen Gutachten, unter dem Slogan KlimaSkandal21 auf weitere klimabelastende Folgen des Stuttgarter Großprojekts hin, wie die Verkehrsverlagerungen von der Schiene auf die Straße durch die Verkleinerung des Bahnhofs, die noch lange andauernden Orgien in Stahlbeton mit hohen CO2-Emissionen und die Defizite beim passiven Klimaschutz wie sie sich beim erhöhten Überflutungsrisiko zeigen.

Nach dem Stopp des Flughafens in Notre-Dame-des-Landes in der Bretagne Anfang 2019 ist die Beerdigung des Londoner Großprojekts ein weiterer spektakulärer Erfolg der Bürger- und Klimabewegung. Während sich in London und in der Bretagne die Bürgerbewegungen auch auf Unterstützung bis in Regierungskreise stützen konnten, haben sich bei Stuttgart 21 die maßgeblichen Grünen auf die Seite des Projekts geschlagen und erklären es seither für unumkehrbar.

Bündnissprecher von Loeper appellierte an alle politisch Verantwortlichen, insbesondere die von den Grünen vertretenen Projektpartner Stadt und Land, den Londoner Ausstieg aus einem klimaschädigenden Großprojekt zum Anlass zu nehmen, ihre dogmatischen Festlegungen auf „unumkehrbar“ zu überprüfen.

Kontakte:
Eisenhart von Loeper 07452 4995
Werner Sauerborn 0171 320 980 1