Haben Sie was für uns übrig?

(hier als pdf-Datei zum Weitergeben)

Was ist das doch für eine wunderbare Bewegung gegen S21,
getragen von unzähligen Aktiven, Sympathisant*innen – und Spender*innen!

Ohne Sie und ohne Ihre Spenden hätten wir zusammen das alles nicht auf die Beine stellen können, was wir als Aktionsbündnis seit über 10 Jahren tun:

  • Pressearbeit
  • Fachgutachten
  • Muster-Einwendungen in Planfeststellungsverfahren
  • Klage z.B. gegen das Eisenbahn-Bundesamt wegen des Brandschutzes bei S21
  • Flyer und Banner beauftragen
  • Websites entwickeln und pflegen
  • Unterstützung der Mahnwache bei größeren Investitionen
  • Radkuriere zu Mitstreiter*innen ohne Internet
  • Veranstaltungen und Raummieten
  • Umstieg 21-Konzept entwickeln und politisch einbringen
  • Versand von Info-Broschüren an Politiker*innen
  • Aktivitäten gegen klimaschädliche Zusatzprojekte zu S21
  • Kontakte zu anderen Initiativen, z.B. gegen destruktive Großprojekte
  • Verbindungen zu den Klimaprotestierenden der Jungen
  • Gewaltlose Aktionen
    • und vieles mehr…

Falls Sie auch um den Jahreswechsel
etwas für das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 übrighaben:

Wir haben ein Konto und freuen uns
über jede kleine oder große (notfalls auch sehr große 😉) Spende.

Mit den besten Wünschen zur Festzeit und zum Jahreswechsel danken wir Ihnen herzlich,
Eisenhart von Loeper, Norbert Bongartz, Martin Poguntke

Aktionsbündnis-Unterstützerkonto:
IBAN: DE76 4306 0967 7035 8411 00

Gezielte Spenden für Montagsdemos und Mahnwache:
Unterstützungskonto Umkehrbar e.V.:
IBAN: DE02 4306 0967 7020 6274 00

Demonstration am Freitag, 18.9.20, 16–18 h

Kundgebung: NICHT auf dem Charlottenplatz SONDERN auf dem Karlsplatz!

Stadt für Menschen statt für Autos
Ohne Verkehrswende
kein Klimaschutz!

Das Aktionsbündnis gegen S21 ist dabei!

Veranstalter
ADFC Stgt. • Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 • attac Stgt • Critical Mass Stgt. • Die AnStifter • F4F • FUSS e.V. • KUS • Naturfreunde Radgruppe Stgt. • Naturfreunde Stgt. • PRO BAHN Stgt und VCD Stuttgart

Die Demo ist Teil von bundesweiten Aktionswochen eines Bündnisses “Initiative Verkehrswende-Vernetzung”, das attac organisiert hat – hier der Aufruf als pdf-Datei

Der Anlass
Im Rahmen der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE, die jährlich vom 16. bis 22. September stattfindet, werben wir auch in Stuttgart für eine nachhaltige Mobilität.

Unser Ziel
Wir treten ein für eine menschenfreundliche Stadt, in welcher der Verkehr für Fußgänger, Radfahrer und öffentliche Verkehrsmittel harmonisiert ist. Damit wird ein Schritt hin zum Pariser Klimaziel 1,5 Grad bis 2030 getan.
Ein viel zu kleiner Tiefbahnhof, der Bahnfahrer abschreckt und zum Autofahren nötigt, wäre ein zentrales Hindernis auf diesem Weg.

16 h: Demozug:
Radfahrer ab Erwin-SchoettlePlatz
Fußgänger ab U-Bahnstation Bopser

17 h: Kundgebung:
geändert: Karlsplatz

Unterstützt wird die Demonstration von:
ADFC Stgt. • Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 • attac Stgt • Critical Mass Stgt. • Die AnStifter • F4F • FUSS e.V. • KUS • Naturfreunde Radgruppe Stgt. • Naturfreunde Stgt. • PRO BAHN Stgt und VCD Stuttgart

Die Demonstration ist Teil der Aktionen
der bundesweiten Initiative Verkehrswende-Vernetzung.
Hier die Pressemitteillung als pdf-Datei.

#RettetdasKlima: Umsteuern bei Stuttgart 21 jetzt!

Link zur Petition bei WeAct

Unsere Forderung

Sehr geehrter Herr Verkehrsminister Scheuer,

  • Stoppen Sie alle Ausgaben und Bauarbeiten für Stuttgart 21, bis über eine Klimaverträglichkeitsprüfung entschieden worden ist!
  • Leisten Sie Ihren Beitrag zum Klimaschutz, indem Sie umsteuern von einem in vielerlei Hinsicht höchst klimaschädlichen Tiefbahnhof (mit 60 km Tunnelröhren und einem besten Ackerboden vernichtenden Flughafenbahnhof) zu einem modernen, hoch attraktiven Bahnhof, mit dem eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen wirklich erreichbar ist!
  • Prüfen Sie ernsthaft die Möglichkeiten, den Kopfbahnhof zu modernisieren und das für S21 schon Gebaute sinnvoll umzunutzen für eine moderne Logistik und einen Hauptbahnhof als alle Verkehrsarten verbindende Drehscheibe klimaverträglicher Mobilität. (www.umstieg-21.de)
  • Ziehen Sie endlich Konsequenzen aus den Äußerungen des Bundesrechnungshofs (BRH) und des Rechnungsprüfungsausschusses des Bundestags, der einstimmig festgestellt hat: Stuttgart 21 gefährdet zunehmend den Haushalt der Bahn, und die Gefährdung der Bahn belastet zunehmend den Bundeshaushalt.

Warum ist das wichtig?

  • Stuttgart 21 wäre viel zu klein, um einen Integralen Taktfahrplan (ITF) zu ermöglichen und attraktive Umsteigeverbindungen zu schaffen (nur 8 Gleise gegenüber 16 Gleisen im bestehenden Kopfbahnhof). Tausende Bahnfahrer werden deshalb aufs Auto umsteigen, statt umgekehrt – wie es für den Klimaschutz dringend nötig ist und wie es der Koalitionsvertrag vorsieht: eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030.
  • Stuttgart 21 wäre ein riesiger Energieverschwender. Denn wegen ihm müssten alle Züge durch steile und enge Tunnels fahren, was ein Mehrfaches an Energie verbraucht als auf den gegenwärtigen Gleisen. Die drohende Klimakatastrophe zwingt uns aber, Energieverschwendung zu verhindern und alle Möglichkeiten des Energiesparens zu nutzen.
  • Stuttgart 21 würde regelmäßig im Notbetrieb gefahren werden. Denn ein Viertel der 60 km Tunnel rund um den Tiefbahnhof führen durch extrem quellfähigen Anhydrit, der Hebungen und Risse verursacht. Regelmäßig müssten deshalb Tunnel für Sanierungsarbeiten gesperrt werden, was regelmäßig zu einem allgemeinen Verkehrs-Chaos wie 2017 in Rastatt führen würde. Wer würde dann noch mit der umweltfreundlichen Bahn fahren?
  • Stuttgart 21 würde nie eine vollständige Betriebserlaubnis bekommen. Denn seine Gleise hätten eine 6-mal so steile Schräglage, wie europarechtlich erlaubt, und Bahnhof und Tunnel wären so eng, dass kein ausreichender Brandschutz möglich wäre, weil der giftige Rauch sich schneller ausbreiten würde, als die Menschen in der Enge fliehen könnten. Er würde deshalb allenfalls eine eingeschränkte Betriebserlaubnis nur für einen Teil der eigentlich möglichen und notwendigen Züge erhalten.
  • Stuttgart 21 würde viel zu teuer. Als er parlamentarisch beschlossen wurde, sollte er noch 2,3 Milliarden Euro kosten, bei der Volksabstimmung 4,5 Milliarden, zurzeit sind 8,2 Milliarden eingeplant und bereits ausgeschöpft, der BRH und unabhängige Gutachter gehen aber von über 10 Milliarden aus. Davon sind aber nur 4,5 Milliarden finanziert – den „Rest“ (über 5 Milliarden Euro) müsste die Bahn selbst tragen – also bei Überschuldung (wie derzeit) letztlich der Bund und damit der Steuerzahler. Das verunmöglicht aber der Bahn, eine Vielzahl an Sanierungs- und Ausbauarbeiten zu finanzieren, die bundesweit für eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen und einen ITF dringend nötig sind.
  • Stuttgart 21 bräuchte teure Ergänzungen. Weil alle Fachleute sehen, dass S21 nie die erforderliche Kapazität haben wird, sind schon mehrere teure Ergänzungen („Große Wendlinger Kurve“, „Rohrer Kurve“, „Drittes Gleis am Flughafen“) beschlossen worden, und zurzeit werden weitere teure Ergänzungen auf den Weg gebracht (zusätzlicher unterirdischer Kopfbahnhof, zusätzliche Tunnelröhren, zusätzliche Gleise) – was die Kosten weiter in die Höhe schrauben würde.
  • Stuttgart 21 ist noch gar nicht vollständig genehmigt (Stand 10/2019 – 9 Jahre nach Baubeginn). Der dazugehörende Flughafenbahnhof ist noch vor Gericht sehr umstritten. Für den Wartungsbahnhof sind die Pläne erst letztes Jahr zur Genehmigung eingereicht worden. Die Planungen auf der Filder (südlich von Stuttgart) werden seit wenigen Wochen von den Filder-Kommunen grundsätzlich infrage gestellt. Ein Teil der Tunnelarbeiten ruht seit einem Jahr, weil man erst noch technische Möglichkeiten finden muss, trotz des riesigen Wassereinbruchs (alle zwei Sekunden eine Badewanne voll – täglich(!) 2,6 Millionen Liter) weiterzubauen.
  • Stuttgart 21 muss gar nicht fertiggebaut werden. Denn die Gleise des „alten“, hoch leistungsfähigen Kopfbahnhofs sind – ein Stück weg vom Bahnhofsgebäude verschoben – immer noch in Betrieb und können – mit einem modernisierten Bahnhofbau – problemlos wieder zurückversetzt werden. Und das schon für S21 Gebaute kann großteils intelligent umgenutzt werden, z.B. für umweltschonende E-Logistik. Und mit diesem Bahnhof, der viel mehr leisten kann als S21, werden auch noch mehrere Milliarden gespart, die die Bahn in – auch zum Klimaschutz – in ganz Deutschland dringend nötige Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen stecken kann.

Retten wir das Klima: Steuern wir bei Stuttgart 21 um auf „Umstieg 21“!