Neue Oasen in der Bahn-Servicewüste

Verspätungen, Zugausfälle, marode Technik, exorbitante Preise, Abbau von Service und Zugkapazität! Das Desaster im Schienenalltag der DB führt dazu, dass sich zuneh­mend Initiativen und Organisationen gründen, die auf unterschiedlichen Ebenen an konkreten Verbesserungen im Bahnverkehr arbeiten. Sie stellen ihre Angebote vor:

Montag, 11. Januar 2016; 19:30 Uhr
Haus der Kath. Kirche Stuttgart, Königstr. 7
Veronika-Saal im 1. Obergeschoss.
Veranstalter: Pro Bahn RV Stuttgart ; Bündnis Rems-Murr gegen S21

Programm:

0. Begrüßung und Einführung

1. Fahrpläne – Realität und Perspektiven

Metropolzüge und andere Verbesserungen sind versprochen. Viele wären schon froh, wenn derzeit der Schienenverkehr zuverlässiger würde. Wo sind die Problemzonen, wo Lösungsperspektiven?

Ref.: Andreas Kleber, „Bürgerbahn statt Börsenbahn“; s. www.bahn-fuer-alle.de

2. Wege durch den Preisdschungel der Bahn

Mit dem „günstigsten Sparpreis aller Zeiten“ für 38 Euro nach Berlin hin und zurück im ICE! Inhaber einer Bahncard 50 wähnen sich im falschen Film. Auch ohne über­zo­gene Sonderaktionen gibt es durch optimiertes Routing viel Sparpotential, jederzeit von jedem Bahnhof zum Zielbahnhof um 29 Euro (bis 250 Kilometer Fahrtweg für 19 Euro), „nur“ eine Frage des RE/RB Anteils.

Außerdem: Fahrgastrechte geltend machen – aber wie?

Ref.: Andreas Kegreiß, „Pro Bahn RV Stuttgart“; www.pro-bahn-bw.de

3. Nachtzüge erhalten

Die DB möchte sie los werden. An der Nachfrage liegt es nicht und nach dem Klima­gipfel muss diese Alternative zum Flugverkehr nun beworben und ausgebaut werden. Es ist durchaus möglich, dass ab nächsten Dezember ein Nacht–und-Auto-Reisezug­netz innerhalb von Europa in privater Initiative betrieben wird.

Ref.: David Loher, „East West Tours“ (angefragt)

4. Locomore – alternativer Fernzug auf der Strecke Stuttgart – Berlin

Ab September 2016 will die Locomore GmbH & Co. KG einen IC morgens um 6.40 Uhr ab Stuttgart nach Berlin starten, der abends um 21.19 Uhr wieder zurück ist – schneller als der Fernbus und fast so preiswert! Die Trasse ist, neben anderen, für 5 Jahre vertraglich gesichert. Das Startkapital wird derzeit über eine Crowdfunding­kampagne gesammelt. Privater Schienenfernverkehr – eine Herausforderung.

Ref.: Derek Ladewig, Nicolas Dietrich, „Locomore“; https://locomore.com

V. i. S. d. P.: Andreas Kegreiß, Herrenberg-Gültstein; Ernst Delle, Schorndorf

Einladung und Programm als PDF