Schwabenstreich, Kundgebung und Dobrindt-Aktion in Berlin

19. Sept: Schwabenstreich Potsdamer Platz/Bahntower 18.30 bis 19.05 Uhr
20. Sept: Aktion vor Verkehrsministerium, Invalidenstraße 44, 10 bis 11 Uhr

Auch wenn die DB-Aufsichtsratssitzung auf den 19.Oktober verschoben wurde, fahren wir zum ursprünglichen Sitzungstermin nach Berlin. In der Gruppe am Dienstag, dem 19.09. mit Locomore hoch und am Mittwoch mit der DB wieder runter.

Die DB-Glücksritter, die nach einem neuartigen Verfahren und ohne Plan B einen Bahntunnel nur ganze 5 Meter unter der europäischen Schienenmagistrale Frankfurt-Basel bei Rastatt bohren wollten und damit für einen riesigen Schaden im hohen dreistelligen Millionenbereich gesorgt haben, mahnen wir ein weiteres Mal. So kann und darf man nicht weitermachen! Das gleiche gilt für das Verkehrsministerium in Berlin, die Zeit des Ignorierens und Wegduckens muss vorbei sein. In Rastatt, genauso wie in Stuttgart oder bei der Fehmarnbeltquerung, die Grenze des Machbaren und Zumutbaren ist überschritten, das Kefer‘sche Weglächeln hat ausgedient.

Der Sitzungstermin so kurz vor der Bundestagswahl war wohl politisch „unkommod“ – wir fahren trotzdem und bringen unserem Protest umso deutlicher vor: beim Schwabenstreich am 19.9 und vor dem Verkehrsministerium, am Mittwoch, den 20.9. von 10 bis 11h. Hier ist eine spektakuläre Aktion in Kooperation mit Bahn für alle und den „Beltrettern“ aus Fehmarn geplant: der der große Dobrindt-Betonkopf der Kieler Künstlerin Rosa Treß sollstellvertretend für die derzeitige Bahnpolitik kontrolliert „entgleisen“. Unter anderem wird auch der Kölner Liedermacher Gerd Schinkel mit seiner Ballade vom DobRIND dabei sein.

Dobrindt steht für diese verfehlte Bahnpolitik. Er wird bald Geschichte sein.

Nach der Wahl muss es zu einer radikalen Neuorientierung der Bahnpolitik kommen – in Stuttgart, Fehmarn und andernorts!

Reise-Infos

Geplante Hinfahrt, am Dienstag, den 19.09.2017:

Mit Locomore (unter neuer Leitung) ab Stuttgart 06:21 Uhr, an Berlin Hbf um 13:05 Uhr. 8 vorab sehr günstig gekaufte Fahrkarten sind noch über Andi K. verfügbar. Weitere können bei Bedarf hier gebucht werden: https://www.flixbus.de/locomore. Auch für eine mögliche separate Rückfahrt (nicht für Mittwoch, da fährt Locomore nicht). Sogar für eine günstige DB Fernfahrt gib es noch wenige Travelzoo Codes, s. unten. Derzeit ca 40 Anmeldungen.

Berliner Programm:

Ankunft mit Locomore kurz nach 13 Uhr in Berlin, Zeit zur freien Verfügung.. Bahntower Reden am Potsdamer Platz ab 18.30 Uhr. Nach dem 19 Uhr Schwabenstreich mit Betonkopf Dobrindt zum gemeinsamen Abendessen beim Mexikaner Morleos, Askanischer Platz 4 (S-Bahn Halt „Anhalter Bahnhof“), 30 Plätze sind reserviert.

Frisch aufgestanden (Übernachtung bitte primär selbst planen, es muss nicht ein Mainstream Internet Portal wie HRS oder booking.com sein, es geht auch direkt beim Hotel) ist für Mittwochmorgen wieder optional eine Bahnwache ab 8 Uhr angedacht und gegen 10 Uhr soll die Demo mit Aktion vor dem am Verkehrsministerium stattfinden.

Geplante Rückfahrt:

Tour durch den Osten mit Aufenthalt in Lutherstadt Wittenberg, so war der Sparpreis (auch mit den aktuellen Toffifee eCoupons) sehr günstig, sechs vorab gekaufte Plätze sind hier noch zu haben. Weitere Tickets sind bei der DB buchbar.

Berlin Hbf (tief) ab 12:31 3 RE 78927 Regional-Express Richtung: Lutherstadt Wittenberg Hbf
SnackPoint/Imbiss im Zug
Lutherstadt Wittenberg Hbf an 13:48 1
Lutherstadt Wittenberg Hbf ab 15:53 2 RB 37849 Regionalbahn Richtung: Halle(Saale)Hbf
Bitterfeld an 16:21 3
Bitterfeld ab 16:28 IC 2303 Intercity Richtung: München Hbf
Bordbistro
Nürnberg Hbf an 20:23 8
Nürnberg Hbf ab 20:36 18 RE 19928 Regional-Express Richtung: Stuttgart Hbf
Stuttgart Hbf an 23:18 13

 

Wer anderweitig mit DB Fernverkehr zurückfahren will/muss, kann dafür auch ein TravelzooTicket (nur einzelne Fahrten buchbar) haben (solange der Vorrat reicht, Preis pro Fahrt 17,50 EUR). Die Kosten für die gemeinsamen Berlinreise sind äußerst günstig, Hin-und Rückfahrt zusammen 30 EUR, mit einer BahnCard 25 nur 26 EUR. Auch einzelne Fahrten sind möglich. Es gibt auch wieder SoliTickets, – und es können auch gern wieder Tickets gespendet werden.

Bei Interesse an der Reise oder einer Ticketspende bitte melden bei: Andreas Kegreiß andikeg@aol.com, SMS/WhatsApp 01736636932

V.i.S.d.P.: Andreas Kegreiß, Gisilostr. 2, 71083 Herrenberg, Bürgerbahn statt Börsenbahn

Betonkopf von Dobrindt kommt zur Großdemo Wir könnten noch Spenden für Transport und Lagerung gebrauchen

Unsere Freunde von den Beltrettern schenken uns für unsere kommende Großdemo ihren “Betonkopf” – eine mannshohe Nachbildung des Kopfes des Bundesverkehrsministers. Er ist so originalgetreu, dass er sogar innen hohl ist.

Für den Transport und die Lagerung könnten wir noch Spenden gebrauchen:
IBAN DE 76430609677035841100
Verwendungszweck: Betonkopp

Es wäre doch schade, wenn er entsorgt werden müsste, nachdem er schon bei einigen anderen Demos treu seinen Dienst verrichtet hat!

Betonkopf von der SeiteBetonkopf auf einem Boot

Strategien gegen finstere Entschlossenheit und alternative Fakten Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 lädt ein zu einer weiteren bewegungsinternen Infoveranstaltung

Nach der Aufsichtsratssitzung ist klarer denn je: die einen sind finster entschlossen das Projekt ohne Wenn und Aber durchzuziehen. Sie erklären offen, Argumente nicht mehr zu beachten. Andere neutralisieren Argumente mit alternativen Fakten, also Lügen, schauen angestrengt weg oder schlagen sich in die Büsche.

Den Rahmen der Berichte über Themen und Projekte des Aktionsbündnisses soll die Frage bilden: wie reagiert die Bürgerbewegung auf den ungebremsten Weiterbau und die finstere Entschlossenheit der Gegenseite. Neudefinition der Ziele? Neue oder weitere Strategien? Kräfte bündeln?

Ein zweistündiger Abend ist zu kurz, um Antworten zu finden. Aber er kann ein Einstieg sein in die anstehenden Diskussionen und ein Austausch zwischen den vielen Gruppen und Strömungen der Bürgerbewegung.

Daher laden wir ein zur Infoveranstaltung

Strategien gegen finstere Entschlossenheit und alternative Fakten

am 24. April um 19.30 Uhr (nach der MoDemo) im FORUM3

 

Mit bewegten Grüßen von den Sprechern des Aktionsbündnisses

Norbert Bongartz und Eisenhart von Loeper

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin Sie bekommen uns nicht los, wir sie schon


Die Deutsche Bahn hat für den 13. Oktober eine Sondersitzung des Aufsichtsrates einberufen. Einziges Thema: wie weiter mit Stuttgart 21? 

Auch wenn wir (finanziell) noch nicht wieder einen Sonderzug stemmen konnten, wollen wir wieder kraftvoll in Berlin auftreten. Motto:

Sie bekommen uns nicht los, wir sie schon!
Mit so einem Auftritt wie bei der Grabsteinlegung würden wir auch in Berlin einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen!
Die Reise geht vom Mittwoch, den 12. Oktober bis Donnerstag, den 13. Oktober.
Abfahrt ist am 12. Oktober um 06:43 Uhr, Ankunft Berlin um 14:30 Uhr. Rückfahrt am Donnerstag ab 13:15 Uhr (mit Pause in Leipzig) oder 15:30 Uhr, ab Leipzig dann gemeinsame Gruppenfahrt im IC, ab Nürnberg RE nach Stuttgart, Ankunft um 23:18 Uhr.

Die Fahrkarten konnten auf diese Weise wieder sehr günstig vorab erworben werden, Kosten liegen mit BahnCard 25 bei 35 EUR, ohne BC bei 40 EUR. Hinweis für Selbstbucher: Auch jetzt gibt’s noch günstige Fahrkarten bei der DB, – und auch den Nutella eCoupon (Dumping-Wahnsinn): www.nutella-bahnsinn.de
10 EUR Rabatt ab 29 EUR MBW, ab zwei Personen und zwei Gutscheinen sogar 20 EUR Rabatt.
Nach aktueller Meldung können ab Montag, dem 04. Oktober bei LIDL zwei BahnTickets für 49,90 EUR erworben werden. Diese bieten sich für eine spätere Hinfahrt, die Anreise im Nachtzug oder eine spätere Rückfahrt von Berlin an – oder für eine individuelle Reise.

Das Programm ist wie folgt angedacht:
Mittwoch 12.10.
Anreise bis 14:30 Uhr (oder individuell), ab 19 Uhr Demo vor dem Bahntower mit Schwabenstreich, danach wieder Kostas oder ein anderes Restaurant.

Donnerstag 13.10.
09.30 Uhr zweite Demo zur AR-Sitzung. Ab 13:15 bzw. 15:30 Uhr Rückreise – oder individuell.

Übernachtungen sind durch die Teilnehmer selbst zu organisieren.

Bei Interesse an der Fahrt ist eine Kontaktaufnahme mit Andreas Kegreiß erforderlich: andikeg@aol.com oder SMS/WhatsApp 0173 6636932 – zur Koordination der Ticketzuteilung (es sind Gruppentickets) und auch zur Abstimmung des Programms in Berlin. Meldet euch mit den Infos: Name, Mail-Adresse und ob Bahncard vorhanden ist.

Andreas Kegreiß, für Bürgerbahn statt Börsenbahn im Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21

P. S.: Wer möchte, kann die Berlinfahrt mit einer Spende unterstützen:

DE76430609677035841100 – Stichwort: Berlinfahrt

Stuttgart 21 erneut in der Krise

Drei Jahre nachdem Stuttgart 21 schon einmal vor dem Abbruch stand und nur mit massiven politischen Manipulationen und Wortbrüchen noch einmal über die Hürden gehievt wurde, gerät das Projekt und mit ihm das verantwortliche Führungspersonal der DB AG in eine existenzielle Krise.

Der Versuch des Vorstands im Vorfeld der Aufsichtsratssitzungen am 8. und 15. Juni wieder nur scheibchenweise mit der Wahrheit zu Kostenentwicklung und Zeitplänen herauszurücken, ist gescheitert. Die Öffentlichkeit und inzwischen zunehmend auch die Verantwortlichen in Aufsichtsrat und Politik sind der Politik des Täuschens und Tricksens der DB offensichtlich überdrüssig. „Das Mindeste, so Bündnissprecher von Loeper, sei jetzt die ganze Wahrheit öffentlich und die bisher nur bruckstückweise bekannt gewordenen Kostenrechnung der DB umgehend zugänglich zu machen.“ Das Aktionbündnis hatte bekanntlich Anfang des Jahres eine bisher inhaltlich nicht widerlegte Kostenrechnung den Büros Vieregg & Rössler vorgelegt, das das Projekt auf konservativ geschätze 9,8 Milliarden Euro taxiert hatte.

Das Aktionsbündnis, dass sich in einer Arbeitsgruppe aus Architekten, Bahnexperten, Denkmalschützern und Ingenieuren seit Monaten mit der Frage befasst, wie auch bei gegebener Bauentwicklung ein Ausstieg mögliche wäre, wird sich morgen in einem Schreiben an den Aufsichtsrat der DB wenden und Gespräche anbieten. Seit einem 3/4 Jahr beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe des Aktionsbündnisses bestehend aus Architekten, Bahnexperten, Denkmalschützern und Ingenieuren mit der Frage, ob und ggf. wie ein Ausstieg aus dem Projekt auch bei dem bereits gegebenen Baufortschritt möglich wäre. „Uns ist wichtig, den Entscheidern zu vermitteln, dass der Weiterbau nicht alternativlos und zwangsläufig ist“, so von Loeper. Die Botschaft: Der Ausstieg aus dem Projekt könnte ein Umstieg sein. Viele der realisierten Eingriffe sind gut umnutzbar.