Nach Berlin zum Aufsichtsrat am 22. März!

30. Oktober, 14. Dezember, 30. Januar, … immer wieder haben die Aufsichtsräte den Kopf in den Sand gesteckt und sich vor Konsequenzen aus Kostenexplosionen und Risiken (Betriebstauglichkeit durch Anhydritprobleme fraglich) gedrückt. Es reicht jetzt! In der Aufsichtsratssitzung am 22. März muss bahnpolitisch, personell und bei Stuttgart 21 die Wende eingeleitet werden!

Nach Berlin zum Aufsichtsrat am 22. März!

Stand der Planungen: – über 40 Personen haben sich bereits angemeldet
Mi. 22.3. 9.00 Uhr kurze Morgen-Kundgebung vor Bahntower zum Beginn der AR-Sitzung; u. a. mit Winnie Wolf
Mi. 22.3. 18.00 Uhr Kundgebung vor Bahntower mit Eisenhart von Loeper u. a., Abschluss um 19 Uhr mit dem Schwabenstreich
Mi. 22.3. 19.30 Uhr Veranstaltung von Bahn für alle in der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8

Bahnkrise als Chance – BAHN frei für eine menschengerechte Mobilität
mit
Dr. Franz Alt; Prof. Heiner Monheim, Sören Bartol (SPD); Sabine Leidig (LINKE); Matthias Gastel (GRÜNE) – und Malte Kreutzfeldt, taz, Moderation

Do. 23.3. ab 9.00 Uhr Aktionen zur DB Bilanzpressekonferenz – Ort noch unklar.

Für Reise nach Berlin wurden vorab insgesamt verschiedene DB Hinfahrten und eine Gruppen-Rückfahrt mit Locomore vorreserviert/erworben, die eine Mitfahrt für 44 EUR (22 EUR pro Einzelfahrt) ermöglichen.

Bei der Hinfahrt gibt es drei Reise-Termine:

  1. Anreise am Dienstag, 21.03. tagsüber ab 10:51 Uhr – 5 Plätze frei
  2. Anreise am Dienstag, 21.03. über Nacht auf Mittwoch ab 19:51 Uhr und über Köln – 3 Plätze frei
  3. Anreise am Mittwoch, den 22.03. ab 11:25 Uhr (nur 1,5 Tage Urlaub nötig) – 5 Plätze frei
  4.  Gemeinsame Rückfahrt am Do., den 23.03., mit Locomore – 8 Plätze frei

Bei Interesse an der Fahrt ist eine Kontaktaufnahme mit Andi erforderlich, andikeg@aol.com oder SMS/WhatsApp 0173 6636932 – für zusätzliche Info, für die Anmeldung und zur Abstimmung des Programms. Die Übernachtung ist primär wieder selbst zu klären, Einzelzimmer gibt es ab 40 EUR mit Frühstück. Empfohlen wird „Happy go lucky“ (sehr günstig), „City Pension Berlin“ und „ibis budget Potsdamer Platz“. Meldet euch also mit Namen, Mail-Adresse, ob BahnCard vorhanden und ob bei der Übernachtungssuche unterstützt werden soll. Es wurden auch wieder SOLI-Tickets gespendet!

Unterstützen Sie unsere Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss des Filderabschnitts 1.3a von Stuttgart 21 mit einer Spende

Die Schutzgemeinschaft Filder wird nächstes Jahr 50 Jahre alt. Ohne uns sähe es auf den Fildern deutlich schlimmer aus. So haben wir z. B. mit Hilfe vieler Gemeinden eine zweite Startbahn verhindert, wir haben erreicht, dass die Messe nicht noch riesiger wurde und vieles mehr.

Jetzt steht durch die Stuttgart 21 Pläne erneut eine gigantische Zerstörung u.a. vieler wertvoller Ackerböden an. Dieses Projekt zerstört nicht nur Naturräume, es führt auch zu einem Rückbau des Bahnverkehrs und einem schlechteren Bahnknoten Stuttgart.

Und dies trotz Kosten von fast 10 Milliarden Euro wie es der Bundesrechnungshof und der Gutachter des Aktionsbündnisses gegen S21 und der Schutzgemeinschaft Filder, Dr. Martin Vieregg, München, übereinstimmend prognostizieren.

Wir kämpfen z. B. für den Erhalt der Gäubahnführung und damit der Direktverbindung Stuttgart Zürich auf der schönen Panoramastrecke anstatt die Züge im Mischverkehr auf S-Bahngleisen über die Filder und durch fragwürdige Tunnel in den Stuttgarter Tiefbahnhof zu führen. Wir fordern stattdessen einen S-Bahnringschluss von Bernhausen bis nach Wendlingen, um die Blechlawinen auf den Straßen zu reduzieren.

Vom Schutz der Filder und unseren Alternativvorschlägen findet sich im vorliegenden Planfeststellungsbeschluss praktisch nichts.

Die Schutzgemeinschaft Filder hat sich deshalb dazu durchgerungen, dagegen zu klagen.

Mit Hilfe hervorragender Juristen und intelligenter Ingenieure erhoffen wir uns doch Chancen, etwas zu bewegen. Diese Klage wird uns im ersten Schritt ca. 20 000 Euro kosten. Das ist für eine Bürgerinitiative fast nicht zu stemmen.

Deshalb sind wir zwingend neben unseren Eigenmitteln auf Ihre großzügige Spende angewiesen. Da wir ein gemeinnütziger Verein sind, können Sie diese steuerlich absetzen. Ihre Spende wird zweckgebunden für die Klage verwendet. Sollten wir mehr Geld bekommen als für das Verfahren nötig ist, so wird das überschüssige Geld im Sinne unserer Satzung für den Schutz der Filder eingesetzt und damit uns und unseren Kindern zugutekommen.

Mit freundlichen Grüßen und großem Dank

Steffen Siegel, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Filder, (T.: 07158 5850)

Unser Spendenkonto bei der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen
Zahlungsempfänger: Schutzgemeinschaft Filder e.V.
IBAN: DE 93 6115 0020 0010 5976 51
Stichwort: „Unterstützung Klage gegen PFB 1.3a“

20.000 Unterschriften – Wie geht es weiter? Petition »Stuttgart 21? – Bessere Bahn durch „Umstieg 21“!«

Aktionsbündnissprecher Eisenhart von Leoper überreicht über 20000 Unterschriften aus der Petition für Umstieg 21

Jetzt sollten wir unsere Petition bundesweit bewerben. Denn S21 macht bundesweit den Bahnverkehr kaputt.

Am vergangenen Donnerstag war es soweit: Wir haben in Berlin die Petition mit über 20.000 Namen an die Bahnführung übergeben. Der Pressesprecher der Bahn musste sich aus dem Bahn-Tower herab auf die Straße bemühen, wo er von einer Abordnung aus Stuttgart und etlichen Berliner Unterstützern empfangen wurde. Der Sprecher des „Aktionsbündnisses gegen S21“, Dr. Eisenhart von Loeper, schonte ihn nicht und stellte ihm vor versammelter Presse bohrende Fragen. Ein wichtiger publizistischer Erfolg für uns.

Vielen herzlichen Dank allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben!

Wie geht es weiter?

Während draußen die Petition übergeben wurde, tagte drinnen der Aufsichtsrat der Bahn. Natürlich wäre es zu viel erwartet gewesen, wenn wir angenommen hätten, da würde nun unter dem Eindruck der Petition und diverser kritischer Gutachten sofort der Ausstieg aus S21 und der Umstieg in die Modernisierung des Kopfbahnhofs beschlossen.

Aber – ein ganz großes Aber: Aber der Aufsichtsrat hat auch nicht die Entlastung des Vorstands beschlossen. Vielmehr ist zwischen den Zeilen einer recht schmallippigen Presseerklärung des Aufsichtsrats zu lesen, dass er deutliche Kritik am Bahnvorstand geübt hatte. Denn der Bahnvorstand hatte lediglich sein neu in Auftrag gegebenes (Gefälligkeits)-Gutachten zur Bestätigung seiner eigenen Zahlen vorgelegt und offenbar die massive Kritik des Bundesrechnungshofs einfach ignoriert.

Jedenfalls hat die Bahnführung von den Aufsichtsräten bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung am 14. Dezember klare Hausaufgaben bekommen: Die Bahn-Zahlen müssen mit den Zahlen des BRH abgeglichen werden, damit entschieden werden kann, woher die Unterschiede kommen. Und das wird peinlich für die Bahn, denn sie (und ihr Gutachter KPMG) haben eine ganze Reihe von Zahlen weggelassen oder sichtlich zu klein angesetzt.

Das heißt: Am 14. Dezember werden im Aufsichtsrat der Bahn einige unangenehme Wahrheiten über S21 auf den Tisch kommen. Das könnte z.B. dazu führen, dass der Aufsichtsrat noch in diesem Jahr einen Finanzierungsstopp für S21 verhängt und den Bahnvorstand verpflichtet, Alternativen zu prüfen. Und das kann der entscheidende Wendepunkt sein, weg vom kostenträchtigen Prestigeprojekt, hin zu einer bundesweiten ökologisch verantwortlichen Bahnpolitik. Wenn S21 gestoppt wird, gewinnt die ganze Republik.

Das sollten wir unterstützen: Jetzt ist es wichtig, dass von nun an auch bundesweit die Forderung erhoben wird: «Stuttgart 21? – Bessere Bahn durch “Umstieg 21”!«

An alle daher die herzliche Bitte:

  • Durchforsten Sie Ihre Adressbücher nach Adressen außerhalb Baden-Württembergs, denen Sie die Petition schicken können!
  • Sind Sie Mitglied in Verbänden, Gruppen, Parteien, die auch außerhalb Baden-Württembergs aktiv sind? – Dann versuchen Sie doch, ob nicht über die dortigen Verteiler unsere Petition verschickt werden kann und so noch mehr Menschen jenseits der Grenzen Baden-Württembergs erreicht werden.

Link zur Petition

 

Im Namen des „Aktionsbündnisses gegen S21“

Martin Poguntke